"Waren bessere Mannschaft"

"Am Boden liegendes" Kanada hadert heftig

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Aus der Traum von einem Weiterkommen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)
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05.07.2026 | 04:51 Uhr
Für Kanada endet die WM-Reise in den USA. Gegen Marokko verliert das Team von Jesse Marsch in Houston am Ende deutlich. Doch der sieht das Ganze als nicht besonders gerecht an.

Die kanadische Nationalmannschaft hat mit dem Ausscheiden gegen Marokko bei der Weltmeisterschaft kräftig zu kämpfen. "Wir waren die bessere Mannschaft. Aber sie haben ein paar Tore erzielt", sagte der Trainer des Co-Gastgebers Jesse Marsch. "Sie haben ein bisschen mehr Qualität im letzten Drittel - und uns hat es dort gefehlt." Es sei ein Privileg für die Fans, "so ein tolles Team" zu sehen. "Wir liegen jetzt am Boden, aber ich könnte nicht stolzer sein", sagte der frühere Leipzig-Coach.

Kanada war vor allem in der ersten Halbzeit die deutlich aktivere und bessere Mannschaft. Doch Marokko schlug eiskalt zu. Der zum Spieler des Spiels gekürte Ounahi traf nach einer schwachen ersten Halbzeit zweimal (50. und 82. Minute). Soufiane Rahimi (90.+8) ließ Marokko in der Nachspielzeit noch einmal jubeln.

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Für die kanadische Auswahl und die Fans war die Reise nach Houston allein schon wegen des Datums besonders. Der große Nachbar USA, der unter Präsident Donald Trump eher schwierige Beziehungen zu Kanada pflegt, feierte am Samstag landesweit 250 Jahre Unabhängigkeit. Auch im und rund um das Stadion im patriotischen Bundesstaat Texas waren zahlreiche US-Fahnen und US-Trikots zu sehen. Die USA selbst hatten an ihrem "Independence Day" spielfrei.

Davies fällt verletzt aus

Auf seinen Starspieler Alphonso Davies musste Marsch in der Partie vollständig verzichten. Dieser habe sich aus muskulären Gründen nicht wohlgefühlt, erklärte er. Eine MRT-Untersuchung habe aber glücklicherweise keine Verletzung ergeben. "Bis vor zwei Tagen verlief seine Genesung absolut planmäßig, doch dann spürte er ein leichtes Ziehen", sagte Marsch.

"Wir hatten gehofft, dass er sich nach dem Aufwachen besser fühlen würde, doch das war nicht der Fall. Deshalb wollten wir auf Nummer sicher gehen und kein Risiko eingehen", schilderte der Coach. "Ich denke, das war die richtige Entscheidung."

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Davies war nach einem Kreuzbandriss lange ausgefallen. Nach seinem Comeback bremsten ihn wiederholt Muskelverletzungen. Eine Oberschenkelverletzung aus dem Champions-League-Halbfinale der Münchner gegen Paris Saint-Germain kostete ihn alle drei Gruppenspiele der WM.

"Ich wollte der Mannschaft keine Last sein. Deshalb habe ich mich in dieser Situation entschieden, zu pausieren", sagte Davies. "Jedes Mal, wenn ich spiele, möchte ich mein Bestes geben. Vor dieser Partie konnte ich das wegen der Verletzung einfach nicht mit der nötigen Freiheit tun."

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/sid/dpa