Rote Teufel wehren sich

Belgien leitet wohl nächste Schritte im Fall Balogun ein

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Um die fragwürdige Aufhebung der Rot-Sperre von Folarin Balogun wird heftig gestritten. (Foto: REUTERS)
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06.07.2026 | 14:50 Uhr
Nach der Aussetzung der Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun fordert Belgien Aufklärung und geht einem Bericht zufolge weitere Schritte. Fraglich ist aber, ob es vor dem Duell im Achtelfinale eine Entscheidung gibt.

Im Streit um die ausgesetzte Rot-Sperre des US-Nationalstürmers Folarin Balogun hat der belgische Fußballverband Berufung gegen die Entscheidung der FIFA eingelegt. Der Weltverband habe Belgien das Recht eingeräumt, gegen die Entscheidung vorzugehen, berichtete "The Athletic" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Bei dieser roten Karte soll Trump interveniert haben

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Dem Bericht zufolge mussten sowohl der belgische als auch der US-Verband ihre Stellungnahmen bis Montagmorgen (Ortszeit) einreichen. Ein Mitglied des FIFA-Berufungsausschusses, das keinem UEFA- oder CONCACAF-Verband (Nord- und Mittelamerika sowie Karibik) angehört, soll demnach über den Fall entscheiden. Ob noch vor dem Anpfiff des Achtelfinales eine Entscheidung fällt, ist offen.

Balogun hatte im WM-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners gelandet war, und war zunächst für ein Spiel gesperrt worden. Die FIFA setzte die Sperre später unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der die Aussetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise ermöglicht, für ein Jahr zur Bewährung aus. Damit ist der Stürmer nach derzeitigem Stand für das Achtelfinale der USA gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr/MESZ) spielberechtigt.

Der "New York Times" und der Nachrichtenagentur AP zufolge soll der Aussetzung der Sperre ein Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Chef Gianni Infantino vorausgegangen sein. Die Entscheidung der FIFA und die Berichte um mögliche Hintergründe lösten weltweit Kritik aus.

Der Königliche Belgische Fußballverband hatte die Entscheidung als "direkten Widerspruch" zu den Wettbewerbsbestimmungen bezeichnet und angekündigt, "alle Optionen" zu prüfen. "The Athletic" zufolge soll der Verband außerdem die vollständige Begründung für die Aussetzung der Sperre angefordert haben.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa