Fußball-WM

Zidanes Sohn spielt fantastischBlamierte Niederländer fliegen mit "hochroten Köpfen" zur WM

04.06.2026, 08:05 Uhr
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Die Niederlande verpatzen ihren Abschied vom heimischen Publikum vor dem Abflug zur Fußball-WM. In Rotterdam trifft ausgerechnet ein bei Feyenoord aktiver Legionär für Algerien.

Die Nationalmannschaft der Niederlande hat den Härtetest in der Vorbereitung auf die Fußball-WM verloren. Gegen das ebenfalls für das XXL-Turnier qualifizierte Algerien unterlag das Team von Bondscoach Ronald Koeman im De Kuip in Rotterdam mit 0:1 (0:0) - ausgerechnet durch ein spätes Traumtor und den ersten Länderspieltreffer von Anis Hadj Moussa (86.), der bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag steht.

Insgesamt hatte die Niederlande mehr vom Spiel, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Luca Zidane, Sohn von Frankreichs Ikone Zinédine Zidane, im Tor der Algerier. Nach dem Spiel gab es Pfiffe und Buhrufe, "die niederländische Nationalmannschaft besteigt mit hochroten Köpfen, aber glücklicherweise unverletzt, das Flugzeug nach Amerika", schrieb die Zeitung "De Telegraaf".

"Ich hasse es absolut zu verlieren"

Bondscoach Ronald Koeman fand danach deutlich Worte: "Ich hasse es absolut zu verlieren. Ein Spiel wie dieses muss man gewinnen, wenn man vier oder fünf große Chancen bekommt. Wenn man diese nutzt, wird das Spiel viel einfacher. Selbst dann hätte es kein Problem sein dürfen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir aufgehört, Fußball zu spielen. Uns fehlte die Aggressivität, und es war zu weich", sagte er gegenüber der NOS.

Am Montag (20.45 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) will sich Oranje nun in New York gegen Fußballzwerg Usbekistan das nötige Selbstvertrauen für das Turnier holen. Die Niederlande hatten sich bei den letzten großen Turnieren stetig gesteigert und bei der EM 2024 in Deutschland das Halbfinale erreicht. In ihrer WM-Gruppe F treffen sie zum Auftakt am 14. Juni auf Japan. Algerien startet in Gruppe J am 17. Juni gegen Titelverteidiger Argentinien.

Test in Spanien abgesagt

Das Team der Demokratischen Republik Kongo hat sich derweil in seinem ersten WM-Härtetest vom nicht qualifizierten Dänemark torlos getrennt. Die in der Vorbereitung durch den Ebola-Ausbruch in ihrer Heimat geplagten Kongolesen waren im belgischen Lüttich das durchaus gefährlichere Team. Angreifer Cedric Bakambu vergab in der ersten Halbzeit frei aufs dänische Tor zulaufend die beste Chance der Partie. 

In Belgien bereitet sich die DR Kongo, deren Spieler allesamt fernab der Heimat leben und spielen, auf ihre zweite WM-Teilnahme nach 1974 vor. Unklar ist, ob es einen weiteren Test geben wird. Die DR Kongo sollte am 9. Juni in der La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab.

Die DR Kongo hatte wegen des Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes bereits ein geplantes dreitägiges Trainingslager sowie eine Abschiedsveranstaltung mit Fans in der Hauptstadt Kinshasa abgesagt. Ende Mai verhängten die drei WM-Gastgeber angesichts des Ausbruchs Einreisebeschränkungen für Menschen mit vorherigen Aufenthalten im Kongo, in Uganda oder dem Nachbarland Südsudan. Bislang plant das Team, sein Quartier ab dem 11. Juni in Houston aufzuschlagen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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