Nach dem historischen WM-Aus im Achtelfinale mit Brasilien ist Trainer Carlo Ancelotti am Montag nicht mit der Mannschaft nach Brasilien zurückgekehrt. Statt mit einer vom brasilianischen Verband CBF organisierten Maschine nach Rio de Janeiro zu fliegen, reiste der 67 Jahre alte Italiener ins kanadische Vancouver, wo seine Familie ein Haus besitzt. Geht es nach dem Willen der sportlichen Führung, wird die Trennung jedoch nicht von Dauer sein.
Bereits unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen, die das früheste WM-Aus der Selecao seit 36 Jahren markierte, hatte Ancelotti eine Jobgarantie erhalten. "Er ist unser Trainer und wird es im nächsten WM-Zyklus auch sein", sagte CBF-Generaldirektor und Nationalmannschafts-Manager Rodrigo Caetano. Er nannte das Fehlen einer "angemessenen, langfristig stabilen Leitung" als einen der Hauptgründe für das Ausscheiden. "Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen", sagte er.
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Ancelotti hatte den Posten im Mai 2025 während der laufenden WM-Qualifikation mit dem Ziel übernommen, die Selecao durch "harte Arbeit" zurück an die Weltspitze zu führen. Nach der geglückten Qualifikation unterschrieb er Mitte Mai einen neuen Vierjahresvertrag bis 2030.
Bei der WM konnte Brasilien die Erwartungen nicht erfüllen. "Ich verlange keine Nachsicht, aber es ist gut, dass der Vertrag noch vor der WM verlängert wurde. Das signalisiert Vertrauen und Überzeugung in den bevorstehenden Zyklus", sagte Caetano.
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Caetano, der eng mit Ancelotti zusammenarbeitet, gab sich überzeugt, dass das vorzeitige Scheitern des Rekordweltmeisters, der zuletzt 2002 im Finale gegen Deutschland (2:0) den Titel gewonnen hatte, kein Grund für eine Trennung sei.
"Nun liegt es an uns, mit etwas mehr Ruhe unsere Arbeit mit dem Trainer fortzuführen und dabei die nötigen Anpassungen vorzunehmen, um voranzukommen und uns auf die nächste Weltmeisterschaft vorzubereiten", sagte er.
