Aus in der Vorrunde

Uruguay streicht Privatjet-Rückflug nach WM-Debakel

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28.06.2026 | 15:08 Uhr
Für Uruguay endet die WM anders als geplant: Bereits nach der Vorrunde und mit ordentlich Streit innerhalb des Nationalteams. In der Heimat spottet man über La Celeste. Der Verband lässt die Spieler seinen Missmut spüren.

Das frühe Aus beim WM-Turnier hat für die Nationalmannschaft Uruguays Konsequenzen. Die eigentlich gemeinsam geplante Rückreise in die Heimat per Charterflug wurde vom Verband gestrichen, berichtet die uruguayische Tageszeitung "El Pais". Jeder Spieler müsse sich demnach nun individuell um seine Rückreise nach Uruguay per Linienflug kümmern. Als Grund wird in dem Bericht die Unzufriedenheit innerhalb des Verbands mit dem Abschneiden bei dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA angeführt.

Nach Unentschieden gegen Saudi-Arabien und Kap Verde sowie einer Niederlage gegen Europameister Spanien war das WM-Aus besiegelt. Als Mitfavorit in der Gruppe hinter Spanien war ein Weiterkommen fest eingeplant gewesen. Das Nichterreichen wurde von der heimischen Presse spöttisch kommentiert: "Ein Realitätsschock nach einem Traum, der in Frustration endete", diagnostizierte "El Obervador". "Was für ein Reinfall", spottete "El Diaria" und das Montevideo Portal titelte gar: "Die Chronik eines angekündigten Todes."

Doch in dem von Trainer Marcelo Bielsa geleiteten Team herrschte vor und während des Turniers absolutes Chaos. Vor dem abschließenden Spiel gegen Spanien soll es sogar zu einer Spielerrevolte gekommen sein. Ein Quartett um den Real-Star Fede Valverde soll sich bei Bielsa über die zu hohe Trainingsintensität und das Ausmaß des Videostudiums beschwert haben.

Die Diskussion soll sich auf eine Debatte zwischen Trainer und gesamter Mannschaft ausgeweitet haben - ohne dass der Trainer einen Rückzieher machte. Er hielt Berichten zufolge der Mannschaft einen einstündigen Monolog zu seinen Ansichten. Teile des Teams verließen noch während seiner Ansprache den Raum.

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Dass das Tischtusch zwischen Valverde und Bielsa zerschnitten ist, zeigte sich auch in der Partie gegen Spanien. Als "El Loco" seinen Kapitän Valverde vom Platz nahm, ignorierten sie sich gegenseitig. Im Nachgang an die Partie rechnete der scheidende uruguayische Nationaltrainer auch mit sich selbst ab. "Wir haben nur zwei Punkte geholt. Das zeigt meine Leistung als Manager", räumte der Argentinier ein. "Ich habe das Potenzial der Spieler nicht abrufen können." 

"Was ich Uruguays Fußball gegeben habe, ist nichts", so Bielsa. "Wenn sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat." 

Verwendete Quellen: ntv.de, lme