Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha befindet sich nach dem frühen Aus mit der DFB-Elf bei der Fußball-WM 2026 schon wieder bei seinem Klub Borussia Dortmund. Gemeinsam weilt er mit seinen Teamkollegen auf der Japan-Reise, bei der sich der BVB auf die neue Saison vorbereitet.
Am Rande dessen äußerte sich der 25-Jährige zur WM, seiner persönlichen Situation und der anstehenden Saison beim BVB. Zudem hatte er für das Land Japan nur Lob übrig.
Gegenüber Sky erklärte Nmecha, wie er die Enttäuschung bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko verkraftet habe: "Ich glaube, es hat bei mir nicht so lange gedauert. Mein Glaube hilft natürlich dabei, aber es war nie einfach." Die Kritik an der Nationalmannschaft aus Deutschland nahm er derweil gelassen auf: "Nein, ich glaube, ich habe das eigentlich nicht viel mitgekriegt. Ich versuche, da nicht zu viel reinzuschauen. Aber am Ende sind wir natürlich alle nicht glücklich mit dem Ergebnis und es war schon schwierig. Ich bin auch nicht jemand, der schnell sagt: 'Das ist der Trainer' oder so. Ich glaube, als Spieler müssen wir das besser machen."

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Nmecha will viel Verantwortung übernehmen
Für die neue Saison hat sich Nmecha derweil klare Ziele gesetzt. Was seine Rolle in der Mannschaft des BVB betrifft, will er vor allem "sehr viel Verantwortung in der Mannschaft übernehmen. Ich will hoffentlich ein wichtiger Spieler sein, einfach alles für die Mannschaft geben und mich Schritt für Schritt weiterentwickeln", sagte Nmecha. In der neuen Saison will er daher "noch einen Schritt nach vorne machen".
Ein Mitspieler, von dem er besonders viel erwartet, ist derweil sein Nebenmann im Mittelfeld, Jobe Bellingham: "Er hat riesiges Potenzial und man hat auch in der letzten Saison gesehen, welche Schritte er gemacht hat. Am Anfang war es natürlich nicht einfach, aber das ist normal, wenn man in einem komplett anderen Land und einer neuen Liga spielt. Er hat seine Schritte gemacht und ich glaube, dass es in der kommenden Saison noch besser wird. Ich finde es schön, dass wir eine gute Connection haben und hoffe, dass es mit jedem Spiel besser wird."
Der BVB selbst schloss die Vorsaison mit 16 Punkten Rückstand auf den Meister FC Bayern München auf Rang zwei ab. Um den Abstand zu verkürzen, sieht Nmecha noch ein paar Dinge, die man bei Schwarz-Gelb besser machen muss: "Ich glaube, generell müssen wir im Spiel einfach ein bisschen mehr Killer werden. Wir müssen wichtige Spiele töten und nicht wieder so viele Unentschieden spielen wie letzte Saison. Das wird einen riesigen Unterschied machen. Wenn man sich die Spiele der vergangenen Saison anguckt, haben wir fast gar nicht verloren - gegen Bayern und, ich glaube, zwei andere Spiele. Aber die vielen Unentschieden haben uns bei den Punkten nicht gutgetan. Wenn wir das in dieser Saison besser machen, haben wir eine sehr gute Chance."
Nmecha: Kampfansage an FC Bayern
Der FC Bayern wiederum ist auch gleich zu Saisonbeginn der erste Pflichtspielgegner im Franz Beckenbauer Supercup (22. August, 20.30 Uhr live bei Sky). Und der BVB geht laut Nmecha selbstbewusst in dieses Duell: "Wir möchten natürlich gewinnen. […] Wenn man so ein Spiel direkt gegen Bayern gewinnt, gibt das natürlich viel Momentum. Hoffentlich werden wir das machen."
Abschließend hatte Nmecha noch ein Lob für den Gastgeber der Japan-Reise parat: "Wir waren vor zwei Jahren schon hier und damals war es auch sehr schön. Diesmal ist es genauso. Wir haben hier sehr gute Bedingungen. Es ist alles sehr schön, sehr sauber und wir genießen es."
