Vizemeister VfL Wolfsburg und Champions-League-Kandidat Eintracht Frankfurt haben in der Frauenfußball-Bundesliga standesgemäße Auftakterfolge gefeiert. Einen Tag nach dem 4:1-Sieg des Titelverteidigers Bayern München im Eröffnungsspiel bei Union Berlin drehte Wolfsburg im ersten Spiel nach der Ära Alexandra Popp beim 1. FC Nürnberg einen 0:2-Pausenrückstand in einen 8:2-Erfolg um. Frankfurt siegte gegen den 1. FC Köln angeführt von Nationalspielerin Laura Freigang 2:0 (2:0).
Wolfsburg hatte nach dem Umbruch in der Sommerpause in Nürnberg zunächst viel Mühe. Erst nach dem Seitenwechsel spielten die Wölfinnen ihre Qualitäten aus. Cora Zicai (61. und 65.) sowie Janina Minge (56. und 79.) ragten im VfL-Team gegen die kurz nach der Pause dezimierten Gastgeberinnen als zweifache Torschützinnen heraus.
Laufendes Dopingverfahren gegen Freigang
Freigang erwies sich für Frankfurt trotz ihres laufenden Dopingverfahrens erneut als derzeitige Erfolgsgarantie. Im Duell mit Köln und die Deutschland-Rückkehrerin Kathrin Hendrich sorgte die 28-Jährige wie schon zuletzt in der Champions-League-Qualifikation gegen Malmö FF mit einem Doppelpack (12. und 45.) praktisch im Alleingang für den Sieg ihres Teams.
Für die Eintracht bedeutete der Auftakterfolg auch eine gelungene Generalprobe für ihr Hinspiel in der dritten und letzten Ausscheidungsrunde für die Ligaphase der Champions League. Am Mittwoch (19 Uhr) treffen Freigang und Co. zunächst auf eigenem Platz auf Paris Saint-Germain. Das Rückspiel findet eine Woche später (2. September/18.30 Uhr) in Frankreichs Metropole statt.
Gegen Freigang läuft seit Anfang Juni ein Verfahren beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), weil die Stürmerin drei Dopingtests binnen zwölf Monaten verpasst haben soll. Freigang droht dadurch eine Zweijahressperre, bis zu einem möglichen Urteil aber gelten sportlich keine Einschränkungen für das Eintracht-Ass.

