"Wir sind stehengeblieben"Alex Popp flirtet mit Liebling BVB und kritisiert ihren Klub

Vom einstigen Serien-Meister und -Pokalsieger zum Aufsteiger in die 2. Liga? Alexandra Popp könnte diesen Schritt auf der Zielgeraden ihrer langen Fußballkarriere gehen. Hin zu ihrem Lieblingsverein. Bei ihrem derzeitigen Klub VfL Wolfsburg sieht sie Grund zur Kritik.
Die frühere Nationalmannschafts-Kapitänin Alexandra Popp ringt weiter mit allen Möglichkeiten zur Fortsetzung ihrer Fußball-Karriere. Ausdrücklich schließt die Torjägerin von Bundesligist VfL Wolfsburg dabei einen Wechsel zum potenziellen Zweitliga-Aufsteiger Borussia Dortmund unverändert nicht aus.
"Ich würde ja nicht über den BVB reden, wenn's nichts für mich wäre. Stand heute gibt es vier Optionen: Erstens beim VfL Wolfsburg verlängern, zweitens zum BVB wechseln, drittens ins Ausland gehen, viertens aufhören", sagte Popp im Legenden-Podcast "Wie war das damals?" des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund.
Popp ist in Witten vor den Toren Dortmunds geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Seit ihrer Kindheit ist die 34-Jährige Anhängerin des BVB und ein Einsatz im Trikot der Schwarz-Gelben ihr Traum. Popps Vertrag in Wolfsburg, wo die Olympiasiegerin von 2016 seit 14 Jahren auf Titeljagd geht, läuft am Saisonende aus.
Schon seit 2012 in Wolfsburg
Bereits seit mehreren Wochen wird die Entscheidung der dreimaligen "Fußballerin des Jahres" erwartet. Wolfsburg hat seiner Führungsspielerin und Identifikationsfigur allerdings keine Frist gesetzt. Die Bundesliga-Torschützenkönigin der Saison 2022/23 steht bereits seit 2012 in Wolfsburg unter Vertrag und gewann in dieser Zeit siebenmal die Meisterschaft und zweimal die Champions League. Im Oktober 2024 hatte sie bereits ihre Karriere in der Nationalmannschaft beendet.
Mehrfach bereits beschrieb Popp ihren Meinungsbildungsprozess. "Ich habe von Anfang an relativ offen kommuniziert, dass das eine Entscheidung ist, die für mich einfach mit Bedacht getroffen werden soll. In der Vergangenheit war es immer so, dass ich im Januar schon entschieden hatte, wie es weitergeht. Das tue ich dieses Mal aber bewusst nicht. Ich will ganz sicher sein", sagte die zweimalige Champions-League-Siegerin schon vor Monatsfrist.
Möglicherweise für einen Neustart als "Projektleiterin" in Dortmund und gegen eine Fortsetzung ihrer Laufbahn bei den Niedersachsen sprechen Wolfsburgs anhaltenden Probleme im schärfer gewordenen Konkurrenzkampf nicht zuletzt mit Double-Gewinner Bayern München. Im Jahr nach der ersten Saison der "Wölfinnen" seit 2012 ohne Titelgewinn fällt die Bestandsaufnahme der 145-maligen Nationalspielerin jedenfalls ernüchternd aus: "Dass die Bayern uns überholt haben - den Schuh müssen wir uns selbst anziehen. In Wolfsburg sind wir in den letzten Jahren stehen geblieben."