Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund ist aus dem Poker um Jungstar Said El Mala ausgestiegen. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken, nachdem der 1. FC Köln ein weiteres Angebot des BVB abgelehnt hatte. "Said El Mala ist kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden", sagte Ricken der Funke Mediengruppe. Zuvor hatten Sky und "Bild" über den Rückzug der Westfalen berichtet.
Der Transferpoker zwischen Dortmund und Köln zog sich seit Wochen. Man habe in den vergangenen Tagen "offene Gespräche mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln geführt, die unser letztes Angebot jedoch abgelehnt haben", führte Ricken aus: "Borussia Dortmund wird kein weiteres Angebot mehr unterbreiten und einen Transfer des Spielers nicht weiter verfolgen."
Der BVB scheiterte laut Medien bereits mit mehreren Angeboten, die Rheinländer beharren demnach auf ihrer Ablöseforderung von 50 Millionen Euro. Laut Sky Sport hatte Borussia Dortmund für Said El Mala am Mittwochabend noch ein neues Angebot beim 1. FC Köln eingereicht. Das Gesamtpaket lag demnach bei über 55 Millionen Euro, die geforderten 50 Millionen Fixablöse erreicht der BVB jedoch noch nicht.
"Keinen Grund, den Spieler abzugeben"
Erst im Juli 2025 hatte El Mala seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert – ohne Ausstiegsklausel. Der Flügelspieler überzeugte in Köln auf Anhieb. In seiner Premierensaison in der Bundesliga gelangen dem 19-Jährigen 13 Treffer und fünf Vorlagen. Den Sprung in den deutschen WM-Kader verpasste er nur knapp.
"Said hat einen langfristigen Vertrag und wir haben keinen Grund, den Spieler abzugeben", sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler zuletzt, doch: "Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun."
Seit Monaten kursieren Gerüchte um El Malas Zukunft. Medienberichten zufolge soll der 19-Jährige, der von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach einer starken Saison nicht für die WM nominiert worden war, zuvor schon ein Angebot des FC Brentford aus der englischen Premier League ausgeschlagen haben.

