Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vom FC Bayern hat einem möglichen Wechsel von Flügelspieler Michael Olise zu Real Madrid entschieden einen Riegel vorgeschoben. "Natürlich" werde der Franzose bleiben, sagte Dreesen im "Presseclub München". Auf die Frage, wie viele Anrufe er in diesem Sommer aus Madrid erhalten habe, antwortete Dreesen lächelnd: "Cero", also keinen. "Auch keinen Brief, kein Fax und keine Mail." Es sei "erstaunlich, was so alles verbreitet werden kann, wenn man selber weiß, was die Wahrheit ist, spannend", meinte Dreesen zu den Spekulationen.
Weiter ergänzte er zum Thema Olise: "Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Frage gestellt bekommen habe im Freundeskreis", ob der 24-Jährige die Bayern nicht vielleicht doch in Richtung Spanien verlassen könnte. Aber: "Kein einziger hat gesagt, bei 200 Millionen müsst ihr ihn verkaufen." Ähnlich verhalte es sich bei Luis Díaz, der mit einem möglichen Transfer nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht wird. "Auch da gilt: Weder Anrufe noch anderes", sagte Dreesen und betonte: "Wir wären ja auch blöd, wir haben so eine gute Mannschaft, lasst sie spielen, Tore schießen."
Dafür ist Harry Kane zuständig, der bei den Bayern möglichst verlängern soll. "Es gibt von beiden Seiten ein großes Wollen, jetzt müssen wir sehen, dass das Wollen in der Schnittmenge zusammenpasst", sagte Dreesen. Eine mögliche Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl kommentierte der Bayern-Boss mit Verweis auf den dafür zuständigen Aufsichtsrat nicht, zu seiner eigenen Zukunft gab er an: "Sie sehen mich sehr entspannt." Sicher auch, weil der FC Bayern im Herbst wieder einen Gewinn verkünden wird. "Wir werden die Serie der schwarzen Zahlen fortsetzen."

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"Tatsache" - Klopp nur mit Bayern-Block erfolgreich
Sportlich habe der Klub weiter die höchsten Ziele, wenngleich Dreesen betonte: "Wir können ja nicht wirklich glauben, dass wir jedes Jahr die Champions League gewinnen. Aber es muss unser Anspruch sein. Das ist das, was der FC Bayern will, nämlich den Anspruch zu haben, jeden Titel zu gewinnen. Aber wir sind nicht so dämlich oder vermessen, dass wir nicht wüssten, dass das nicht geht."
Dreesen äußerte sich auch zum neuen Bundestrainer Jürgen Klopp und der Rolle der Bayern-Spieler in dessen künftiger Nationalmannschaft. Nur mit einem starken Münchner Block könne Klopp seine Ziele erreichen. "Ich habe Jürgen Klopp als jemanden kennengelernt, der Siege einfahren will, und das wird er nur mit den Spielern des FC Bayern. Das war jetzt keine Arroganz, das ist Tatsache", sagte er.

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Grundsätzlich sei es trotz des jüngsten WM-Desasters der DFB-Elf "richtig", so Dreesen weiter, "große Ziele zu haben. Es kann ja nicht sein, dass das Land mit dem weltgrößten Sportverband DFB als Ziel hat, nächstes Mal weiterzukommen als beim letzten Mal. Deswegen finde ich es richtig, wenn man sich große Ziele vornimmt."
Auch für Dreesen hat der DFB die richtige Wahl bei der Suche nach einem Nachfolger für Julian Nagelsmann getroffen. "Jürgen Klopp muss nicht mehr beweisen, dass er ein hervorragender Trainer ist. Jürgen Klopp hat an allen seinen Wirkungsstätten ganz hervorragende Arbeit geleistet. Die Champions League in Liverpool gewonnen. Also da kann keiner sagen, dass das nicht der Richtige wäre", so Dreesen. Der 59-Jährige habe "eine empathische Art, ist ein Menschenfänger, hat ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein, das sich dann hoffentlich auf die Mannschaft überträgt". Er sei "zuversichtlich, dass etwas Gutes dabei herauskommt".

