Fußball

"Jedes Team der Welt möchte ..."Bayern-Präsident schießt Spitze gegen Kahn wegen Musiala

14.04.2026, 17:59 Uhr
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Auf Jamal Musiala lassen die Bosse des FC Bayern nichts kommen (Foto: IMAGO/DeFodi Images)

Oliver Kahn legt Jamal Musiala nahe, die Fußball-WM im Sommer sausen zu lassen und erregt die Gemüter des FC Bayern. Präsident Herbert Hainer widerspricht der Klub-Ikone klar.

Auch Herbert Hainer hat dem lange verletzten Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala den Rücken gestärkt und dem früheren Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn widersprochen. Dessen Aussage "verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben", sagte der Präsident von Bayern München der "Bild"-Zeitung.

Kahn hatte im Sky-Talk "Triple" empfohlen, der 23-Jährige solle auf die WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada verzichten und stattdessen an seiner Form arbeiten. Sowohl Musiala als auch weitere Bayern-Profis und -verantwortliche wie Sportvorstand Max Eberl konterten die Aussagen.

"Jede Mannschaft der Welt möchte so einen (wie Musiala, d. Red.) im Team haben. Spiel für Spiel wird er weiter in Form kommen, und wir haben uns alle gefreut, dass er jetzt das historische 101. Tor geschossen hat", betonte Hainer: "Das hatte er sich verdient. Jamal spielt mit so viel Freude. Wenn er fit und gesund bleibt, muss er zu WM."

Musiala tut sich beim FC Bayern schwer

Musiala hatte bei der Klub-WM im vergangenen Sommer eine schwere Verletzung erlitten, das linke Sprunggelenk war ausgerenkt und das Wadenbein gebrochen. Der Offensivspieler wurde operiert und fiel lange aus, erst Mitte Januar gab er in der Liga sein Comeback. Die lange Pause ist ihm nach wie vor anzumerken, wenngleich er beim jüngsten 5:0 auf St. Pauli das 1:0 und somit den 101. Treffer der Bayern in dieser Bundesliga-Saison erzielte. Damit stellten die Münchner ihren legendären Rekord aus der Saison 1971/72 ein, ehe sie ihn brachen.

Von Musialas Form-Schwierigkeiten waren die Bayern bereits ausgegangen. "Wir wussten, die Reintegration wird Zeit benötigen, sowohl physisch, aber auch für den Kopf", hatte Eberl vor dem St.-Pauli-Spiel bei Sky gesagt. Musiala müsse wieder den "Mut" finden, in ein Spiel zu gehen "ohne drüber nachzudenken, zwickts jetzt da unten, kommt vielleicht einer, der mich von hinten tackelt. Das sind alles Prozesse."

Quelle: ntv.de, mar/sid

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