Fußball

SGE-Boss Krösche wütet lautstarkBei Eintracht Frankfurt brennt es lichterloh

14.01.2026, 06:11 Uhr
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Kaua Santos und Artur Theate sind nicht einer Meinung. (Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel)

Die Eintracht bekommt ihre Flut an Gegentoren nicht in den Griff. Sportvorstand Krösche hadert. Im Tor findet die Hessen einfach keine Ruhe und vier Tage nach seinem Traumdebüt humpelt ein Winterneuzugang schwer angeschlagen aus dem Stadion.

Eintracht Frankfurt geht mit reichlich Arbeit in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Und mit Sorgen um den angeschlagenen Neuzugang Younes Ebnoutalib. Bei dem Stürmer sehe es "nicht ganz so gut aus", sagte Trainer Dino Toppmöller nach der 2:3 (1:2)-Niederlage beim VfB Stuttgart.

Eine MRT-Untersuchung soll genauere Erkenntnisse bringen. Ebnoutalib hatte in der Partie am Dienstagabend einen Schlag auf das Bein bekommen und war schon nach 20 Minuten ausgewechselt worden. Später verließ er mit einer Knieschiene und an Krücken das Stadion. Vier Tage nach seinem Traum-Debüt in der Bundesliga war es ein herber Dämpfer für den Winter-Einkauf vom Zweitligisten SV Elversberg. "Wir hoffen das Beste", meinte Toppmöller.

Mindestens genauso viel Kopfzerbrechen dürfte den Frankfurtern ihre schwache Defensivleistung bereiten. 36 Gegentore haben die Hessen in den ersten 17 Liga-Spielen der Saison kassiert - eine miserable Bilanz. "Wir müssen an unserer defensiven Struktur arbeiten", forderte Sportvorstand Markus Krösche. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 in Stuttgart habe die Mannschaft diese "völlig verloren" und phasenweise "völlig vogelwild" gespielt, meinte er. "Wir lassen die Torchancen zu einfach zu. Wenn du keinen Druck auf den Ball hast - das lernst du grundsätzlich auch in der C-Jugend -, dann heißt das, erst mal die Tiefe zu sichern."

Keeper Kaua Santos völlig verunsichert

Nach ihrem späten Ausgleich zum 2:2 hatte die Eintracht zudem das 2:3 hinnehmen müssen. "Brutal aufgeregt" habe ihn dieses "billige Gegentor", sagte Coach Toppmöller. Es hatte dafür gesorgt, dass Frankfurt zum dritten Mal in Serie sieglos blieb und weiter hinter den Europapokal-Rängen liegt.

Neue Diskussionen dürfte es zudem um Torhüter Kaua Santos geben. Der Brasilianer, der seinen Stammplatz zwischenzeitlich an Michael Zetterer verloren hatte und zum Jahreswechsel wieder die Nummer eins geworden war, patzte vor dem 1:1 heftig. In der Folge wirkte er zunächst völlig verunsichert.

In der Bundesliga zeigt der Weg nach unten

Die Situation sei "für den Jungen nicht einfach", sagte Krösche. Er sei aber "super wiedergekommen in der zweiten Halbzeit". Gegen Stuttgarts Deniz Undav parierte der 22-Jährige zweimal stark. Nachdem er sich in der ersten Hälfte ein heftiges Wortgefecht mit Teamkollege Arthur Theate geliefert hatte, habe der Torwart in der Pause von seinen Kollegen viel Zuspruch bekommen, berichtete Toppmöller.

Nach 17 Spieltagen nun ist die Frankfurter Bilanz nicht die eines Spitzenteams. Mit 36 Gegentoren haben sie nach dem Tabellenletzten Heidenheim gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg die schlechteste Abwehr der Liga, in der Tabelle rutschen sie aktuell gefährlich nahe ans Mittelfeld. Bereits heute droht der Sturz auf Rang acht, im Kampf um die Qualifikation für die Champions League verlieren sie weiter an Boden, der Rückrundenauftakt in Bremen am Freitag wird richtungsweisend.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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