Strafe noch unklar

Brisanter Bericht: City in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen

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Manchester City dominierte jahrelang den englischen Fußball. (Foto: dpa)
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25.09.2026 | 17:54 Uhr
Hat Manchester City gegen die Finanzregeln der Premier League verstoßen? Seit Jahren gibt es zu diesen Vorwürfen eine Untersuchung. Nun soll der Klub einem Bericht zufolge in 114 von 115 Punkten schuldig gesprochen worden sein. Es drohen drastische Strafen.

Dem englischen Fußball-Giganten Manchester City drohen im Verfahren wegen Missachtung der Liga-Finanzregeln saftige Konsequenzen. Wie das Portal "The Athletic" berichtet, sei der achtmalige Premier-League-Meister von der eingesetzten Kommission in fast allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Der Bericht beruft sich auf anonyme Quellen, die mit dem Fall vertraut sind. Offiziell verkündet ist die Entscheidung bisher nicht.

Die Ausmaße der Sanktionen sind dem Bericht zufolge aber noch nicht klar. Alle Möglichkeiten, wie beispielsweise Punktabzüge, Zwangsabstieg oder Aberkennung von Titeln, liegen demnach weiter auf dem Tisch. Es ist davon auszugehen, dass der englische Klub gegen das Urteil vorgeht.

Gegen City war 2023 ein Verfahren eröffnet worden, diesem waren vier Jahre lange Untersuchungen vorangegangen. Ein Klubsprecher erklärte gegenüber "The Athletic": "Das Verfahren der Premier League ist noch nicht abgeschlossen. Wichtige Aspekte müssen noch geklärt werden, und es unterliegt strenger Vertraulichkeit. Daher bleibt die Position des Manchester City FC im Einklang mit der Erklärung des Vereins vom Februar 2023."

Und weiter: "Der Verein hat acht Jahre lang gewissenhaft die ordnungsgemäßen Verfahren eingehalten, in der Annahme, dass der Vorstand und die Geschäftsführung der Premier League als unabhängige, unparteiische und faire Regulierungsinstanz agieren würden, die frei von parteipolitischen Einflüssen ist."

Die mutmaßlichen Verstöße liegen im Zeitraum zwischen 2009 und 2018. 2009 hatte Scheich Mansour bin Zayid Al Nahyan aus der Herrscherfamilie des Emirats Abu Dhabi den Stadtrivalen von Manchester United übernommen. Den Stein ins Rollen brachte das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", der im November 2018 durchgesickerte Finanzdokumente von City in einer Recherche veröffentlicht hatte.

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Die Premier League warf City anschließend vor, keine korrekten Finanzinformationen und Angaben zu Zahlungen an Spieler und Trainer vorgelegt zu haben sowie gegen die Financial-Fair-Play-Regeln (FFP) der UEFA und die eigenen Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln (PSR) der Liga verstoßen zu haben. Der Verein hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Bereits 2020 hatte die UEFA aufgrund der "Spiegel"-Enthüllungen eine zweijährige Sperre für ihre Wettbewerbe sowie eine Geldstrafe (30 Millionen Euro) verhängt. Diese wurde aber fünf Monate später vom Sportgerichtshof CAS aufgehoben, da die Vorwürfe entweder verjährt waren oder nicht nachgewiesen werden konnten.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc