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"Großen Mist gebaut"Bundesliga-Profi schlägt Jugendlichen

06.01.2026, 17:14 Uhr
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Beim VfL Wolfsburg ist Vavro derzeit nur Bankdrücker. (Foto: IMAGO/regios24)

Auf den Streit folgt der Schlag: Fußball-Profi Denis Vavro sorgt bei einem Besuch in seiner slowakischen Heimat für einen Eklat. Sein Klub VfL Wolfsburg und der slowakische Verband reagieren.

Innenverteidiger Denis Vavro vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat abseits des Rasens für Aufregung gesorgt. Der 29-Jährige hat Ende des Vorjahres bei einem Hallenturnier in seiner slowakischen Heimat einen Jugendlichen geschlagen. Von der Ohrfeige kursieren Videos im Internet.

"Wir haben mit Denis gesprochen, er weiß selbst, es war ein Riesenbock und er hat großen Mist gebaut. Er hat sich an dem Tag schon bei dem Jungen und der Mama entschuldigt", sagte Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler dem NDR: "Wir als Verein heißen das natürlich nicht gut, im Gegenteil." Ob der Profi mit einer Geldstrafe belegt wird, ließ Schwegler offen: "Wir werden intern besprechen, was die Konsequenzen sind."

Auch die Disziplinarkommission des slowakischen Fußball-Verbands SFZ befasst sich laut eines Sprechers mit dem Fall. Im schlimmsten Fall droht dem 29 Jahre alten Abwehrspieler ein zweijähriger Ausschluss aus der Nationalmannschaft des deutschen WM-Qualifikations-Gruppengegners.

Videoaufnahmen aus der Slowakei belegen einen lautstarken Streit zwischen Vavro und gegnerischen Spielern bei einem Hallenturnier während der Bundesliga-Weihnachtspause. Dabei hat der Wolfsburger Profi dann offenbar einen 17-jährigen Zuschauer mit der Hand ins Gesicht geschlagen.

Es gibt Trikot als Entschuldigung

Vavro selbst wies den Vorwurf der Ohrfeige zunächst bei Instagram zurück. Später ließ er jedoch auch über die Sprecherin der slowakischen Nationalmannschaft ausrichten, dass er seine Handlung bereue. Der 17-jährige Jugendliche postete bei Instagram mittlerweile ein Foto von sich und Vavro, auf dem ihm der Fußball-Profi ein Trikot der Nationalmannschaft überreicht. "Denis Vavro ist persönlich zu mir gekommen, er hat sich entschuldigt und seinen Fehler eingestanden. Wir haben die Sache zwischen uns geklärt, für mich ist das abgeschlossen", schrieb er dazu.

Der Nationalspieler war 2024 auf Leihbasis vom FC Kopenhagen nach Wolfsburg gewechselt, im vergangenen Sommer verpflichteten die Wölfe den Abwehrmann fest. Sein Vertrag läuft bis 2027. In der laufenden Saison verlor Vavro jedoch seinen Stammplatz, er kommt bislang nur auf vier Einsätze in der Bundesliga. Unabhängig von dem aktuellen Vorfall gilt der Slowake in diesem Winter als Kandidat für einen Vereinswechsel. In den vergangenen Tagen wurde er bereits mit den italienischen Klubs AS Rom und AC Florenz in Verbindung gebracht.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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