Fußball

Urteil im Neonazi-Skandal CFC-Aufstieg bei geschlossener Tribüne?

"Null Toleranz gegen Rassismus" propagiert der Nordostdeutsche Fußballverband. Im Neonazi-Skandal um den Chemnitzer FC heißt das: Der Regionalliga-Tabellenführer, der am Samstag den Drittliga-Aufstieg perfekt machen kann, muss für diese Partie seine wichtigste Tribüne schließen.

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hat den Regionalligisten Chemnitzer FC im Neonazi-Skandal um den verstorbenen Thomas H. mit einer Sperre der Südtribüne für ein Heimspiel belegt. Zwei weitere Schließungen der Tribüne der Chemnitzer Ultras wurden auf Bewährung ausgesetzt. Die Strafe tritt sofort in Kraft und betrifft damit das Regionalliga-Spiel der Chemnitzer gegen den ZFC Meuselwitz am Samstag, bei dem die Sachsen den Aufstieg in die dritte Liga mit einem Punktgewinn perfekt machen können.

Der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost muss zudem strukturelle Auflagen erfüllen und 12.000 Euro zahlen, von denen 5000 Euro in die vereinseigene Anti-Rassismus-Arbeit investiert werden können. "Der NOFV hat null Toleranz gegenüber Rassismus. Mit dem Urteil ist ein deutliches Signal gesetzt wurden. Der NOFV und der Chemnitzer FC haben eine gesellschaftliche Verantwortung, der sie gerecht werden müssen", sagte Richter Stephan Oberholz. Im Stadion war am 9. März dem rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. mit einer Gedenkminute und einer spezielle Choreografie gedacht worden. Als Konsequenz aus dem Skandal mussten drei Mitarbeiter den Klub verlassen.

Quelle: n-tv.de, bad/sid

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