Der ehemalige Fußballspieler und Trainer Heiko Weber ist nach einer schweren Krankheit am Montagmorgen im Alter von 61 Jahren gestorben. Das teilte sein langjähriger Verein FC Carl Zeiss Jena mit. Die traurige Nachricht bestätigte das engste Umfeld Webers, der im Februar dieses Jahres eine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte.
"Die FCC-Familie, die Heiko Weber nach dem Bekanntwerden seiner Erkrankung eine Welle der Sympathie und Unterstützung entgegenbrachte, ist tief bewegt und unfassbar traurig. So sehr man auch mit dieser schlimmen, endgültigen Nachricht rechnen musste, so sehr trifft sie uns bis ins Mark", schrieb der FC Carl Zeiss auf seiner Website.
Mit dem ehemaligen Stürmer verliert der Thüringer Klub "einen ganz besonderen Menschen, der unseren Verein in der Wende- und Nachwendezeit so sehr geprägt hat wie kaum ein Anderer. Er war es, der uns mit dem letzten Tor der DDR-Oberliga-Geschichte in Cottbus in die 2. Bundesliga schoss", schrieb der Verein.
Weber schoss letztes Tor der DDR-Oberliga
Weber war es auch, "der auf den Tag genau vor 38 Jahren am 26. Oktober 1988 gegen Sampdoria Genua das letzte Tor unseres FC Carl Zeiss Jena auf europäischer Bühne im heimischen Sportfeld erzielte und später als Trainer unseren Verein von der Viertklassigkeit mit zwei direkt aufeinanderfolgenden Aufstiegen 2005 und 2006 in die 2. Bundesliga zurückführte".
Weber trug in mehr als 300 Spielen das Carl-Zeiss-Trikot. "Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden, denen wir von ganzem Herzen viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen", teilte der Regionalligist mit.
Zuletzt stand Weber, der in Cottbus, Aue und erneut Jena höherklassig trainiert hatte, bis April 2023 beim ZFC Meuselwitz an der Seitenlinie. Im Sommer dieses Jahres saß er bei einem Benefizspiel in Weida, wo seine Trainerlaufbahn zur Jahrtausendwende begonnen hatte, noch einmal auf der Bank und verbrachte mit ehemaligen Spielern und Weggefährten einen gemütlichen Abend.

