Fußball

Sieben Tore vor sehr wenig Fans DFB-Team startet überragend in WM-Quali

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Tore gibt es reichlich zu feiern.

(Foto: imago images/foto2press)

Ein Torfestival, aber vor trister Kulisse: Die deutschen Fußballerinnen starten mit einem fest eingeplanten Kantersieg in die WM-Qualifikation. Gegen Bulgarien hagelt es Tore, laut eigener Aussage hätten es noch mehr sein können. Das Offensiv-Spektakel verfolgen aber nur wenige Fans.

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist mit dem erhofften Erfolgserlebnis in die WM-Qualifikation gestartet. Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewann in Cottbus ihr erstes Gruppenspiel gegen Bulgarien mit 7:0 (3:0). Vor nur 1534 Zuschauern in dem wegen der Coronavirus-Pandemie für 5000 Fans zugelassenen Stadion der Freundschaft erzielten die Münchnerinnen Lea Schüller (21./72. Minute), Lina Magull (24./33.) und Linda Dallmann (67./82.) jeweils per Doppelpack sowie Tabea Waßmuth (76.) vom VfL Wolfsburg die Tore für Deutschland.

Deutschland - Bulgarien 7:0 (3:0)

Deutschland: Frohms - Hendrich ab der 73. Lattwein, Oberdorf ab der 46. Feldkamp, Kleinherne, Nüsken - Magullab der 46. Dallmann, Däbritz, Marozsan - Huth ab der 65. Waßmuth, Schüller, Lohmann ab der 46. Brand. - Trainerin: Voss-Tecklenburg

Bulgarien: Schahanska - D. Iwanowa, J. Iwanowa, Dimitrowa, Bojtschewa, Jordanowa (57. Dupui) - Naydenowa (71. Ilitschewa), Penkowa (71. Georgiewa), Petrowa (87. Gozewa) - Petkowa (57. Koschulewa), Alexandrowa

Schiedsrichterin: Ivana Projkovska (Mazedonien)

Tore: 1:0 Schüller (21.), 2:0 Magull (24.), 3:0 Magull (33.), 4:0 Dallmann (67.), 5:0 Schüller (72.), 6:0 Waßmuth, 7:0 Dallmann (82.)

"Nach dem ersten Tor haben wir es ganz gut gemacht. Es hat natürlich noch nicht alles geklappt, aber wir können mit dem ersten Spiel ganz zufrieden sein", sagte Schüller, die bei sich selbst noch "Luft nach oben" ausmachte: "Ich hätte noch ein, zwei Tore mehr machen können."

Am Dienstag (16 Uhr/ZDF) steht in Chemnitz gegen Serbien die nächste WM-Qualifikations-Partie für die Mannschaft des Deutschen Fußball-Bundes an. Zudem trifft das DFB-Team in seiner Gruppe noch auf die Türkei, Israel und Portugal. Die neun Gruppenersten qualifizieren sich direkt für das Endturnier 2023 in Australien und Neuseeland. Die Zweiten spielen in Playoffs um zwei weitere Plätze.

Auf dem regennassen Rasen taten sich die Gastgeberinnen nur in den Anfangsminuten schwer gegen den tief stehenden Weltranglisten-79. aus Bulgarien. Die wenigen anwesenden Fans versuchten es von Beginn an mit Aufmunterungs- und Anfeuerungsrufen - und bekamen nach gut 20 Minuten dann auch die ersten Tore zu sehen. Zunächst schoss Schüller nach Flanke von Hendrich die DFB-Auswahl verdient in Führung.

Marozsan meldet sich stark zurück

Nur drei Minuten später erhöhte Magull mit einem schönen Schuss aus der Distanz auf 2:0 - was die Zuschauer mit "Deutschland, Deutschland"-Rufen quittierten. Auch ohne die weiterhin verletzte Kapitänin Alexandra Popp dominierten die Deutschen nun die Partie und ließen die Gäste praktisch nicht in die Nähe des eigenen Strafraums kommen. Bei einem zaghaften Versuch der Bulgarinnen klärte Spielmacherin Dzsenifer Marozsan mit einer starken Defensiv-Aktion.

Die 29-Jährige, derzeit für ein halbes Jahr von Olympique Lyon an den amerikanischen Spitzenclub OL Reign ausgeliehen, war nach mehrmonatiger Abstinenz wieder zurück in der DFB-Auswahl und an zahlreichen kreativen und vielversprechenden Szenen beteiligt. Der dritte deutsche Treffer fiel allerdings nach einer sehenswerten bayerischen Kombination. Nach einer Flanke von Sydney Lohmann musste deren Münchner Mitspielerin Magull nur noch per Kopfball vollenden.

Die Dominanz setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Obwohl die Leistungsträgerinnen Magull, Lohmann und Lena Oberdorf nach 45 Minuten geschont und durch Jana Feldkamp, Dallmann und Jule Brand ersetzt wurden, änderte sich am Bild nur wenig. Ob Schüller per Kopf, Dallmann per Direktabnahme oder Sophia Kleinherne mit einem Schlenzer - lediglich die Chancenauswertung gab es zunächst zu bemängeln.

"Dran bleiben, Leute", rief Voss-Tecklenburg ihren Spielerinnen zu. Diese befolgten die Anweisungen der Bundestrainerin und erhöhten mit weiteren Treffern zum souveränen und nie gefährdeten Auftaktsieg.

Quelle: ntv.de, Wolfgang Müller, dpa

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