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Illegales Sport-StreamingDFL feiert Schlag gegen Pay-TV-Piraten

06.05.2026, 10:54 Uhr
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Fußball im TV gibt es in Deutschland zumeist nur gegen Bezahlung. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Wer Fußball in Deutschland im TV sehen will, muss zumeist dafür zahlen. Piratensender versuchen, das zu umgehen. Gegen eine Streamingseite gelingt der Deutschen Fußball-Liga und DAZN nun ein Erfolg, sie muss gesperrt werden.

Kurz vor dem Bayern-Spiel gegen Paris Saint-Germain (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) ist DAZN im Zusammenspiel mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ein großer Schlag gegen die Pay-TV-Piraterie gelungen. Nach einer Gerichtsentscheidung muss die Webseite livetv.sx gesperrt werden, "die größte illegale Sport-Streaming-Plattform in Deutschland", wie es in einer Mitteilung heißt. Davon profitieren auch andere Anbieter wie Sky, MagentaTV oder RTL+.

DAZN und der DFL gelang nach eigenen Angaben ein "bedeutender juristischer Erfolg im Kampf gegen den Diebstahl von Inhalten". Es sei ein wichtiger "Meilenstein im Vorgehen gegen großangelegte, organisierte Sportpiraterie in Deutschland". DAZN bezeichnet das Urteil als Signal an die "Piraterie-Szene: Organisierter Diebstahl von Inhalten wird in Deutschland konsequent verfolgt".

DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel sagte laut Mitteilung: "Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung für den Rechteschutz, ein Bereich, in den die Bundesliga seit vielen Jahren investiert und in dem sie umfassende Maßnahmen umsetzt." Der Fall wurde von Deutschlands Clearingstelle für Internetpiraterie (CUII) koordiniert.

Die Webseite war laut Mitteilung "seit mehr als 13 Jahren aktiv und steht Schätzungen zufolge für einen erheblichen Anteil des illegalen Sport-Streaming-Konsums in der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz, Anm.d.Red.)". livetv.sx unterliege nun Sperrmaßnahmen. Hintergrund ist nach DAZN-DFL-Angaben ein Urteil des Landgerichts Köln. "Weitere rechtliche Schritte gegen verbundene Ableger werden derzeit geprüft", schrieben der Sender und die Liga.

Auf der Piraten-Seite waren unter anderem Spiele der Champions League und der Bundesliga zu sehen, ohne dass ein reguläres Abonnement der Pay-TV-Anbieter notwendig war. DAZN und die DFL wollen weiterhin in rechtliche, technische und branchenübergreifende Maßnahmen investieren, um Piraterie zu bekämpfen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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