Nächster schwerer Schock droht

FC Bayern und DFB-Team sorgen sich wieder um Gwinn

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Giulia Gwinn musste wieder verletzt ausgewechselt werden. (Foto: IMAGO/Kessler-Sportfotografie)
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04.10.2026 | 19:25 Uhr
Die Fußballerinnen des FC Bayern und die Verantwortlichen des DFB-Teams fürchten eine neue Verletzung von Giulia Gwinn. Die Außenverteidigerin muss beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt ausgewechselt werden.

Dem frühen Jubel folgte der späte Schock. Nur ein paar Minuten waren im Topduell der Bundesliga der Frauen noch zu spielen, als Giulia Gwinn scheinbar schwer verletzt vom Platz humpelte. Das knappe 1:0 (1:0) des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt war danach beinahe zweitrangig, es überwog die Sorge um den Pechvogel.

Gwinn droht wegen einer Verletzung am linken Sprunggelenk für längere Zeit auszufallen - zumindest ihr Einsatz in den beiden Länderspielen am Freitagabend (20.30 Uhr/ZDF) in Karlsruhe gegen Australien sowie am 13. Oktober in Bremen gegen Japan ist ausgeschlossen. Das teilte der DFB am Sonntagabend mit, für Gwinn wurde Sarai Linder nachnominiert. Genauere Untersuchungen erfolgen am Montag in München.

Immer wieder verletzt

Gwinn, in ihrer Karriere immer wieder von schweren Verletzungen an beiden Knien und zuletzt von einer Schulterverletzung zurückgeworfen, war in einem Laufduell umgeknickt und auf dem Rasen liegen geblieben. Nach der ersten Behandlung verließ sie humpelnd das Spielfeld, auf der Bank wurde anschließend ihr linkes Sprunggelenk bandagiert. 

Immerhin über das Resultat konnten sich die Münchnerinnen freuen. Mit dem sechsten Dreier im sechsten Spiel bauten sie ihren Vorsprung vor Frankfurt auf fünf Punkte aus, Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand ist nach einem 2:1 (1:0) gegen den Hamburger SV Vizemeister VfL Wolfsburg. "Wir freuen uns über jeden Sieg. Es ist ein schönes Gefühl, das gibt Selbstvertrauen", sagte Klara Bühl, die bereits in der 18. Minute nach einem Konter das einzige Tor vor 5750 Fans im ausverkauften Stadion am Brentanobad erzielte.

Seit nunmehr 48 Ligaspielen unbesiegt

Die Münchner Double-Gewinnerinnen sind seit nunmehr 48 Ligaspielen unbesiegt. "Wir können unheimlich stolz sein, dass wir die Spiele so nacheinander gewinnen", sagte Bühl. Zuletzt hatte sich die Mannschaft von Trainer José Barcala in der Champions League gegen Manchester City (2:2) und bei Benfica Lissabon (3:0) sowie vor allem im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach (2:1) phasenweise durchaus schwergetan. Diesmal kontrollierten die Bayern das Spiel über weite Strecken. Frankfurts Offensive um Kapitänin Laura Freigang blieb harmlos.

Bleibt die Sorge um Gwinn, die am Sonntag eingehend untersucht wurde. Die Bayern- und DFB-Kapitänin war gerade wieder auf dem Weg zurück zur Bestform. Im April hatte sich die 27-Jährige im Länderspiel gegen Österreich (5:1) die linke Schulter ausgekugelt, im Mai war sie deshalb operiert worden. Zuvor hatte sie schon Kreuzbandrisse im rechten und linken Knie überstanden (September 2020, Oktober 2022), ebenso einen Innenbandriss im linken Knie im Auftaktspiel der EM 2025 in der Schweiz.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid