Fußball

Doppel-Rot und Traumfreistoß Frankfurt kämpft sich in die Europaliga

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Drin ist das Ding: Nach dem Traumfreistoß von Filip Kostić kann Sebastian Rode nur noch jubeln.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Es ist kein Fußballspiel für schwachen Nerven. Eintracht Frankfurt erreicht trotz einer Roten Karte für Ante Rebic mit einem letztlich klaren Erfolg gegen Racing Straßburg wie in der vergangenen Saison die Gruppenphase der Europaliga. Und träumt nun wieder von einer langen Tour.

Eintracht Frankfurt hat mit Leidenschaft und Willen das Ticket für die Gruppenphase der Europa League gelöst und darf wie im Vorjahr mit weiteren internationalen Festspieltagen planen. Der Fußball-Bundesligist gewann das Playoff-Rückspiel gegen den französischen Ligapokal-Gewinner Racing Straßburg mit 3:0 (1:0) und korrigierte damit das 0:1 aus Hinspiel. "Wir haben wieder eine fantastische Europacup-Nacht erlebt. Kompliment an die Mannschaft, was sie heute wieder geleistet hat. Ich bin happy", sagte Trainer Adi Hütter.

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Vor 47.000 Zuschauern im ausverkauften Frankfurter Stadion leitete Stefan Mitrovic in der 26. Minute mit einem Eigentor den Frankfurter Sieg ein. Filip Kostic (60.) und Danny da Costa (66.) sorgten in einer turbulenten Partie dafür, dass sich die Eintracht am Freitag als dritte deutsche Mannschaft neben Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg im Lostopf befindet. In einem hitzigen Spiel sahen der Ante Rebic kurz vor und Straßburgs Dimitri Lienard wenige Minuten nach der Pause die Rote Karte.

"Die Emotionen heute waren Wahnsinn. Es war eine unglaubliche Willensleistung der Mannschaft", befand Sportvorstand Fredi Bobic. "Nun freuen wir uns, den deutschen Fußball wieder international vertreten zu können." Emotional aufgewühlt war auch Eintracht-Kapitän Kevin Trapp: "Wir haben ein unfassbares Spiel gezeigt, mit Aggressivität und Leidenschaft», sagte der Keeper. "Wir wollten zeigen, dass wir zu Hause unschlagbar sind."

Rebic bereitet vor - und fliegt vom Platz

Hüter hatte sein Team nach dem 1:2 in Leipzig verändert. Martin Hinteregger, da Costa, Almamy Touré und der zuletzt lustlose Rebic rückten in die Mannschaft, die mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen den französischen Liga-Pokalsieger gewinnen musste. Sportvorstand Fredi Bobic hatte sich in dieser Woche den wechselwilligen kroatischen Nationalspieler Rebic noch einmal zur Brust genommen. "Ich bin sicher, dass er alles raushaut. Er wird heute alles für die Mannschaft geben", sagte Bobic vor dem Anpfiff dem TV-Sender RTL Nitro. Die Eintracht begann schwungvoll und setze den Gegner unter Druck.

Vorne wurde Rebic unterstützt von Goncalo Paciencia, der auch die erste Chance besaß. Doch sein Kopfball (19.) verfehlte das Ziel klar. Zwar setzte sich die Eintracht fest, doch vor dem Tor fehlte zunächst die Zielstrebigkeit. Bis in der 26. Minute doch die Führung fiel. Der sehr aktive Rebic bereitete das Tor mit einer scharfen Hereingabe vor, die Mitrovic ins eigene Tor lenkte. Und die Eintracht drängte auf das zweite Tor. Fast wäre dies Paciencia gelungen, doch Torhüter Matz Sels (38.) parierte seinen Kopfball-Aufsetzer.

Von den Gästen war offensiv fast nichts zu sehen, aber die Partie wurde zusehens härter. Gleichwohl war Rot für Rebic kurz vor dem Halbzeitpfiff eine zu harte Entscheidung des israelischen Schiedsrichters Orel Grinfeld. Dafür hatte zuvor Pacienca Glück, dass er nach einem Ellenbogeneinsatz gegen Alexander Djiku nicht vom Platz musste. Sogar in der Halbzeit ging es urbulent zu, als Kostic und Straßburgs Keeper Sels aneinander gerieten. "Jetzt wird es richtig schwer mit einem Mann weniger", ahnte Sportdirektor Bruno Hübner. Allerdings blieben die Frankfurter nicht lange in Unterzahl, weil sich Lienard zehn Minuten nach Wiederanpfiff zu einer Tätlichkeit gegen Dominik Kohr hinreißen ließ und ebenfalls vom Platz musste. Kurz drauf gelang Kostic mit seinem Traum-Freistoß unter die Latte das 2:0. Da Costa machte nur sechs Minuten später mit dem 3:0 alles klar.

Quelle: n-tv.de, Eric Dobias und Ulli Brünger, dpa

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