Fußball

Notarzt-Einsatz nach Abpfiff Fußballer kollabieren nach Corona-Infektion

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Der Berliner AK verlor gegen Carl Zeiss Jena - aber erst nach dem Schlusspfiff kam es zum Drama.

(Foto: imago images/Bild13)

Drama nach dem Schlusspfiff: Zwei Spieler des Fußball-Regionalligisten Berliner AK brechen zusammen, müssen vom Notarzt mit Sauerstoff versorgt werden. Beide Spieler sind gerade erst von einer Corona-Infektion genesen. Die Ärzte sehen "einen unmittelbaren Zusammenhang".

Beim Fußball-Regionalligisten Berliner AK sind zwei Spieler nach dem Schlusspfiff zusammengebrochen. Sie mussten notärztlich behandelt werden. Beide waren von einem Corona-Ausbruch bei dem Klub betroffen.

Nach dem 0:2 am Freitagabend bei Carl Zeiss Jena hätten Ugur Ogulcan Tezel und Kwabe Schulz Herz-Kreislauf-Probleme gehabt und seien von Notärzten mit Sauerstoff versorgt worden, berichtete Trainer Andre Meyer dem RBB. Laut der Notärzte gebe es "einen unmittelbaren Zusammenhang" zu deren Corona-Erkrankung im November.

Der eingewechselte Schulz war direkt nach dem Schlusspfiff kollabiert. Der ausgewechselte Tezel sackte erst später in der Kabine zusammen. "Wir sind natürlich zusammengeschreckt. Das hat uns die Dinge noch mal richtig vor Augen geführt", sagte Meyer und sprach von einer "brutal emotionalen" Situation. Auch andere Spieler, die gerade von der Infektion genesen waren, hätten "für sich selbst Angst gehabt".

"So macht Fußball keinen Sinn"

Nach der Corona-Quarantäne hatte der BAK vier Spiele binnen elf Tagen bestreiten müssen. "Da kommt man an einen Punkt, an dem der Körper streikt", sagte Meyer. Die Ergebnisse seien zweitrangig, aber "so macht Fußball keinen Sinn".

Der Trainer erklärte, beide kollabierten Spieler hätten weitere ärztliche Untersuchungen abgelehnt und seien am Freitagabend auf eigene Verantwortung mit zurück nach Berlin gereist. Man habe ihre Herzfrequenz auf der Fahrt über die vereinseigenen Messer kontrolliert, jedoch habe es vorerst keine weiteren Auffälligkeiten gegeben.

Der Berliner AK muss vor der Winterpause noch zwei weitere Spiele bestreiten. Das Gefühl der Unsicherheit im Klub ist nun sehr groß. "Die beiden kollabierten Spieler werde ich am Sonntag ganz sicher nicht aufstellen. Aber ich habe ja noch viermal so viele Spieler, die diese Infektion auch durch haben", sagte Meyer. Bei dem Corona-Ausbruch waren PCR-Tests bei zehn Spielern positiv ausgefallen, hinzu kamen drei infizierte Betreuer.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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