"Tut wahnsinnig weh"

Gladbach trennt sich nach Fiasko in Freiburg von Polanski

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Eugen Polanskis Zeit in Gladbach ist vorbei. (Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH)
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13.09.2026 | 10:37 Uhr
Eugen Polanski legt mit Borussia Mönchengladbach einen verheerenden Saisonstart in der Bundesliga hin. Nach dem 0:5-Debakel in Freiburg ist seine Zeit als Trainer am Niederrhein vorbei.

Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. "Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen", sagte Sportchef Rouven Schröder: "Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden."

Laut "Rheinischer Post" hatte Polanski zuvor gegenüber der Mannschaft und Schröder seinen Rücktritt erklärt. Nach dem 0:5 beim SC Freiburg steht die Borussia noch ohne Punkt und mit einem Torverhältnis von 3:12 am Tabellenende der Fußball-Bundesliga. "Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist", sagte Polanski, bevor er das Vereinsgelände am Sonntagmorgen um 10.20 Uhr verließ. "Wir hatten uns viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen. Das tut mir leid. Ich hoffe sehr, dass die Borussia ganz schnell die Kurve kriegt. Ich wünsche dem Verein, der Mannschaft und allen wunderbaren Fans nur das Beste."

Die Trennung ist der erste Trainerwechsel der Bundesliga-Saison. Als mögliche Nachfolger sind unter anderem Horst Steffen, Christian Eichner oder Dietmar Kühbauer im Gespräch. Zunächst übernimmt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte den Trainerjob interimsweise und wird am kommenden Samstag gegen den FSV Mainz 05 auf der Bank sitzen. Der 46-Jährige war im Sommer aus dem Nachwuchs von Manchester City an den Niederrhein gekommen. 

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Sportchef Schröder, der Polanski im November 2025 mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet hatte, vermied schon nach dem Debakel in Freiburg ein Bekenntnis zu dem 40-Jährigen. "Du hast nur noch ein Spiel, dann hast du drei Wochen Länderspielpause. Und du möchtest nicht mit null Punkten in die Länderspielpause gehen", sagte er nach dem Schlusspfiff.

Déjà-vu am Niederrhein

Der Schritt erinnert frappierend an die Vorsaison, als sich die Gladbacher ebenfalls nach drei Spielen von Coach Gerardo Seoane getrennt hatten. Vor fast genau einem Jahr hatte der 40 Jahre alte Polanski, der vorherige Trainer des Regionalligateams der Borussia, die Elf vom Niederrhein übernommen. Die vergangene Saison beendete der Verein schlussendlich auf Platz zwölf. 

Wie bei Seoane im Vorjahr waren die Gladbacher trotz erheblicher Zweifel im Umfeld und in Teilen des Aufsichtsrats mit Polanski als bereits angeschlagenem Trainer in die neue Saison gegangen. Bei Seoane hatte noch der damalige Sportchef Roland Virkus die Entscheidung getroffen. Auch er musste kurz darauf seinen Hut nehmen. Nun muss sein Nachfolger Schröder erneut auf Trainersuche gehen.

Nach der enttäuschenden Vorsaison hatte Schröder noch den Kader und das Trainerteam um Polanski stark verändert, anstatt sich vom Chefcoach zu trennen. Insgesamt elf Neuzugänge nährten im Klub die Hoffnung auf eine bessere Spielzeit ohne Abstiegssorgen. Nach den drei Auftaktpleiten der neuen Spielzeit ist inzwischen aber wieder Ernüchterung eingekehrt. In Freiburg spielten die Gladbacher wie ein Absteiger. Auch das große Verletzungspech, mit dem Polanski zu kämpfen hatte, drückt aufs Gemüt. Insgesamt fünf Spieler fallen derzeit teils schwer verletzt aus.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid/dpa