Fußball

Ändert aber nichts an Quarantäne Gnabrys zweiter Corona-Test wirft Fragen auf

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Gnabry wird nun täglich getestet.

(Foto: ULMER)

Medienberichten zufolge ist Serge Gnabry zwei Tage nach seiner Corona-Diagnose negativ auf das Virus getestet worden. Für die Münchner Behörden ändert aber wohl selbst ein möglicher Fehler nichts an der Quarantäne für den FC Bayern. Trainer und Mitspieler mahnen, die Verhaltensregeln einzuhalten.

Die Aufregung rund um den FC Bayern war groß, als Serge Gnabry am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Schließlich war der 25-Jährige der erste Fußballer des Rekordmeisters, dessen Infektion öffentlich wurde. Erst nach einer erneuten Testreihe innerhalb der Mannschaft konnten die Münchner am Mittwochabend in der Champions League gegen Atlético Madrid antreten, und der Auftakt in die Mission Titelverteidigung gelang mit dem deutlichen 4:0-Heimsieg eindrucksvoll. Und dann, am Donnerstag, wurde der in Quarantäne befindliche Gnabry erneut getestet - diesmal allerdings offenbar mit negativem Ergebnis. So zumindest berichtet es die "Bild"-Zeitung.

Allerdings würde selbst das wohl nichts daran ändern, dass der Offensivspieler seinem Klub erst wieder im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 31. Oktober (Samstag, 15.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de) zur Verfügung stehen dürfte. Denn die "Bild"-Zeitung zitiert die Münchner Behörden mit den Worten: "Sobald dem RGU (Referat für Gesundheit und Umwelt; Anm. d. Red.) ein positiver PCR-Test gemeldet wird, muss die betreffende Person für zehn Tage ab Testergebnis in Absonderung, auch weitere negative Tests heben diese Absonderung nicht auf." Also auch für den Fall, dass der positive Test sich als fehlerhaft herausstellt - ein Szenario, das aber ebenso auf das negative Ergebnis zutreffen könnte.

Unabhängig davon aber fehlt Gnabry der behördlichen Anordnung zufolge gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr) in der Bundesliga und bei Lokomotive Moskau (Dienstag, 18.55 Uhr) am zweiten Spieltag der Königsklasse. Der deutsche Nationalspieler hatte noch am Abschlusstraining vor dem Aufeinandertreffen mit Atlético teilgenommen. Trainer Hansi Flick mahnte anschließend: "Andere Mannschaften hat es auch schon getroffen. Wir müssen uns weiterhin daran halten, dass wir die Hygieneregeln einhalten und schauen, dass wir Masken tragen, Abstand halten und auf die Dinge wirklich achten. Anders können wir uns nicht schützen."

Leon Goretzka sprach davon, dass Gnabrys Positivtest "schon ein Schock" gewesen sei, "auch wenn fast schon klar war, dass es irgendwann passieren wird". Die Bundesliga ist eine der wenigen großen Sportligen in Europa, in der es noch keine Spielverlegung aufgrund von Corona-Fällen gegeben hat. In der Serie A etwa konnte die SSC Neapel nicht bei Juventus Turin antreten, die weitreichendsten Konsequenzen in Deutschland zogen die sechs positiven Testergebnisse im Kader von Basketball-Bundesligist Alba Berlin nach sich. Weil der Meister und Pokalsieger komplett in Quarantäne musste, wurde neben Euroleague-Partien auch das Finalturnier im deutschen Pokal verlegt.

Quelle: ntv.de, tsi