"Nicht akzeptabel"Sandro Wagner schimpft nach Klatsche auf sein Team
Sandro Wagner ärgert sich: An seinem Geburtstag bekommt der Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg einen lange schlimmen Auftritt seines Teams geboten. Das spricht er klar an.
Als Sandro Wagner zu Saisonbeginn seinen Job beim FC Augsburg antritt, stößt der neue Trainer, der von der Seite von Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Bundesligisten gewechselt war, einen kleinen Hype los. Die Erwartungen steigen in der Rosenau und der ehemalige DFB-Co-Trainer befeuert das mit markigen Worten. "Ich sehe es nicht, dass wir weniger Qualität haben als Bayern", verkündete er Ende August nach der 2:3-Niederlage gegen den Rekordmeister. "Auf keiner Position im ganzen Verein" sei man "qualitativ weniger aufgestellt." Doch während der FC Bayern in der Folge eine Siegesserie gewaltigen Ausmaßes produzierte, ging es für den FC Augsburg rasant bergab. Und Sandro Wagner ist sauer auf sein Team.
"Wenn wir als FCA über einen Großteil der ersten Halbzeit nicht so sehr wollen wie die TSG, das kann nicht sein", ärgerte sich Wagner nach dem 0:3 (0:3) bei der TSG Hoffenheim. "Das können wir nicht akzeptieren." Seine Mannschaft hatte Wagner in den ersten 45 Minuten einen schlimmen 38. Geburtstag bereitet, das Spiel war schon zur Pause entschieden. Dass alles nicht noch viel schlimmer wurde, hatte Augsburg einer leichten Verbesserung zu verdanken - und vor allem der TSG Hoffenheim, die sich im zweiten Abschnitt weit zurückzog und das Ergebnis mit sehr dosierten Kräften locker ins Ziel brachte.
Trotzdem hängten die Hoffenheimer ihre Gäste in den meisten Kategorien deutlich ab: 60 Prozent Ballbesitz häuften die Kraichgauer an, dazu liefen sie gemeinsam knappe sieben Kilometer mehr als Wagners Männer (125,46 zu 118,86 Kilometer). Immerhin gewann der FC Augsburg 56 Prozent der 106 Zweikämpfe des Spiels.
"In 25 Minuten haben wir das Spiel hergeschenkt", sagte Wagner. Nach einer halben Stunde hatte Hoffenheim schon 13 Mal aufs Augsburger Tor geschossen - und hätte schon da deutlich höher führen können als 2:0. Bazoumana Touré (16.) und Wouter Burger (26.) hatten mit ihren Toren früh die Weichen für die TSG gestellt, dazu kam ein unglückliches Eigentor von Cédric Zesiger (45.). "Die Enttäuschung ist riesig", erklärte Wagner, der zuvor "inhaltlich gute Spiele in den letzten Wochen" gesehen haben will. Zuletzt hatte der FC Augsburg den Hamburger SV mit 1:0 niedergerungen, zuvor hatte es in der Liga vier Niederlagen in Folge gesetzt.
"Ich will für die Zuschauer beim FCA das Maximum rausholen, das ist uns heute nicht gelungen." Der FC Augsburg bleibt mit zehn Punkten aus den ersten zwölf Spielen weiter ganz nahe dran an der Abstiegszone.
