Fußball

Rufe nach RückkehrManuel Neuer macht klare Ansage in Sachen DFB

30.11.2025, 10:39 Uhr
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Manuel Neuer und Julian Nagelsmann werden wohl nicht noch einmal zusammenarbeiten. (Foto: IMAGO/osnapix)

Manuel Neuer soll ins DFB-Tor zurückkehren, fordern manche. Der Weltmeister war längst zurückgetreten, nun positioniert er sich deutlich.

Am 5. Juli vergangenen Jahres steht Manuel Neuer zum 124. und letzten Mal im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Platz. Das dramatische 1:2 des DFB-Teams im EM-Viertelfinale gegen Spanien ist der Schlusspunkt der großen Länderspiel-Laufbahn des Ausnahmetorwarts, der wenig später seinen Abschied aus dem deutschen Tor verkündet. Geht es nach Teilen der interessierten deutschen Fußball-Öffentlichkeit, soll Neuer aber zügig zurückkehren und bei der WM im kommenden Jahr noch einmal für Deutschland spielen, dann im Alter von 40 Jahren. Die Rufe hallen laut durch den Boulevard, nun positioniert sich Neuer deutlich.

"Nein. Fakt ist, dass ich absichtlich zurückgetreten bin. Für mich liegt der Fokus ganz klar auf dem Verein", sagte Neuer nach dem 3:1 des FC Bayern München über den FC St. Pauli bei Sky. Auf die Nachfrage, ob Neuer, dessen Vertrag beim FC Bayern zum Saisonende ausläuft, eher noch einmal bei seinem Klub verlängern werde als noch einmal für Deutschland zu spielen, sagte der Kapitän: "Das weiß ich auch nicht. Ich glaube, entscheidend wird sein, wie ich mich fühle, dann auch gerade in der Rückrunde, in Richtung März hin zur Nationalmannschaftspause. Ich muss mir schon mal Gedanken machen, wie es dann weitergeht."

"Nagelsmann hat das im Blick"

Auch der frühere Bundestrainer Joachim Löw hatte verkündet, ein Neuer-Comeback unter gewissen Umständen für denkbar und richtig. "Wenn Manuel Neuer weiterhin auf diesem allerhöchsten Niveau spielt, wie wir es zuletzt gesehen haben und seit vielen Jahren kennen, bin ich mir sicher, dass Julian Nagelsmann das im Blick hat", sagte Löw noch im Oktober der "Bild am Sonntag" und ergänzte: "Es darf keine Entscheidung aus Nostalgie sein, sondern rein sportlich entschieden werden. Da bin ich mir sicher, dass Julian darüber nachdenkt, Manuel zurückzuholen."

Neuer selbst hatte eine Rückkehr zum DFB-Team seit seinem Abschied nie ins Gespräch gebracht, auch Bundestrainer Julian Nagelsmann machte keine Anstalten, eine Diskussion darüber zu eröffnen. Stattdessen zeigte er sich jüngst zusehend genervt angesichts des "vieldiskutierten Torwart-Themas". Und lobt auch deshalb bei jeder Gelegenheit seine aktuelle Nummer eins, Oliver Baumann.

Allerdings löste sich der Plan von der geordneten Übergabe der Verantwortung im deutschen Tor kurz nach Neuers Rücktritt dramatisch in Luft auf: Der designierte Nachfolger Marc-André ter Stegen verletzte sich im Oktober 2024 in einem Ligaspiel seines FC Barcelona schwer am Knie und unterzog sich anschließend noch einer Operation am Rücken. In der Folge wurde der ewige Neuer-Herausforderer bei den Katalanen dann auch noch auf unschöne Weise degradiert. Eine Rückkehr ins Tor des Teams des Ex-Bundestrainers Hansi Flick scheint ausgeschlossen, wohl nur ein Wechsel im Winter würde ter Stegens WM-Chancen am Leben erhalten.

"Interessiert mich null"

Zugleich trug Weltmeister Neuer mit teils überragenden Leistungen einen wichtigen Teil zur Rekord-Siegesserie des FC Bayern bei, die nach Siegen in Folge - darunter ein 2:1 bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain - erst durch ein 2:2 bei Union Berlin endete, bei. Doch in den letzten Spielen zeigte auch Neuer Schwächen, den frühen Rückstand in Berlin nahm er offensiv auf seine Kappe, beim 1:3 in der Champions League beim FC Arsenal leistete er sich einen unglücklichen Ausflug, der im Endstand resultierte.

Im DFB-Tor hat sich derweil Baumann festgespielt. Und der verfolgte die Diskussion um ein Neuer-Comeback maximal gelassen: "Mich interessiert das wirklich null. Ehrlich!", sagte der Keeper des Bundesligisten TSG Hoffenheim im Interview mit Sky Sport. "Ich finde es eher interessant, wie viel Aufmerksamkeit das erweckt", fügte Baumann an, "ich finde es aber auch interessant, weil man gefühlt die Entscheidung von Manu nicht ganz ernst nimmt. Am Ende zählt, was Julian (Bundestrainer Nagelsmann, d. Red.) und Andreas Kronenberg (Torwarttrainer Nationalmannschaft, d. Red.) zu mir sagen."

Quelle: ntv.de, ter

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