Eine Szene von Mainz-Profi Nadiem Amiri sorgt für hitzige Diskussionen. Die Rheinhessen bekamen in der Partie gegen Borussia Mönchengladbach beim Stand von 2:1 einen Elfmeter zugesprochen. Der DFB-Spieler bearbeitete daraufhin abseits des Schiedsrichters den Elfmeterpunkt. Kurz darauf schoss der Gladbacher Kevin Diks an den Pfosten.
Diese Aktion löste eine Wutrede bei Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann aus. Der Sky-Experte fordert klare Konsequenzen. "Ein Spiel Sperre", legte Hamann los. "Ich würde ihn aus dem Verkehr ziehen."
"Er ist Nationalspieler geworden und hat großen Wert für die Mannschaft. Wir müssen diese Sachen aus dem Sport bringen. Da schauen Kinder zu", so Hamann weiter. Dabei gehe es ihm nicht nur um die Vorbildaktion. "So etwas macht man nicht", sagte Hamann. "Das ist nicht im Spirit of the Game."
"Das gehört sich nicht"
Er vermutet: Wenn der Referee die Szene gesehen hätte, hätte er diese wahrscheinlich geahndet. "Wir müssen anfangen, Spieler für so etwas zu bestrafen. Das geht nicht. Das ist für mich nicht unsportlich, sondern grob unsportlich. Das gehört sich nicht. Da spielt es auch keine Rolle, dass er zu Recht Nationalspieler ist."
In der vergangenen Saison hatte Jeanuel Belocian mit einer ähnlichen Aktion Schlagzeilen geschrieben. Der damalige Wolfsburger bearbeitete in der Partie gegen den FC Bayern den Rasen, daraufhin rutschte Harry Kane weg und verschoss seinen Strafstoß. 2015 stand der damalige Augsburg-Keeper Marwin Hitz im Mittelpunkt, als er mit den Stollen Löcher in den Rasen hackte und FC-Stürmer Anthony Modeste anschließend vergab. Beide Rasen-Bearbeiter wurden allerdings nicht gesperrt.
Nach der Bundesligapartie äußerte sich Amiri nicht zu der Aktion. Für den 29-Jährigen steht nun die Reise zu Nationalelf an. Amiri steht im XXL-Kader des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp für den anstehenden Viererpack in der Nations League. Bislang kommt er auf 13 Spiele und ein Tor im DFB-Team.
