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Siebert pfeift CL-Finale"James Bond" in Budapest: Deutsche Schiedsrichter platzen vor Stolz

26.05.2026, 12:53 Uhr
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Daniel Siebert pfeift das Champions-League-Finale. (Foto: Swen Pförtner/dpa)

Daniel Siebert leitet am Samstag das Finale der Champions League. Der deutsche Schiedsrichter ist zum ersten Mal bei einem Europacup-Endspiel im Einsatz. Sein Chef ist hellauf begeistert.

Die DFB-Schiris machten aus der großen Ehre sofort den Budapester "Blockbuster". Daniel Siebert übergroß als Hauptdarsteller auf einem Filmplakat mit Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal kleingedruckt am Rand in Nebenrollen - so reagierten die Referees des Deutschen Fußball-Bundes bei Instagram auf die Ansetzung ihres Kollegen für das Finale der Champions League.

Die energische Pose von Siebert erinnert tatsächlich an das ikonische Foto des schießenden James Bond, die Pfeife in der Hand des Berliners ist fast mit der Pistole des Geheimagenten auf der Jagd nach Bösewichten zu verwechseln. Siebert allerdings muss am Samstag ab 18 Uhr (ZDF und DAZN sowie im Liveticker bei ntv.de) in der Puskas-Arena "nur" auf dem Rasen für Recht und Ordnung sorgen. Und obwohl der 42-Jährige seine Premiere bei einem Europacup-Endspiel feiert, traut ihm Knut Kircher das auch uneingeschränkt zu.

"Auszeichnung für unsere Spitzenschiedsrichter"

"Herzlichen Glückwunsch an Daniel! Das größte Spiel im europäischen Vereinsfußball, welch eine Ehre für ihn und für uns", sagte der deutsche Schiedsrichter-Chef: "Mit seinen konstant starken Leistungen auf der internationalen Bühne haben er und sein Team sich dieses Highlight verdient. Ich sehe die Wahl der UEFA auch als Auszeichnung für die Qualität unserer deutschen Spitzenschiedsrichter."

Beim Aufeinandertreffen des französischen Titelverteidigers und des englischen Meisters wird Siebert von seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn unterstützt. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und Robert Schröder. Siebert ist erst der fünfte deutsche Unparteiische, der ein Finale der Königsklasse leitet. Bisher hatten nur Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und Felix Brych (2017) das Vergnügen.

Heftige Kritik aus Spanien an Siebert

Siebert, der seit 2012 in der Bundesliga und seit 2015 international im Einsatz ist, genießt das Vertrauen der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der Sportwissenschaftler war in der zu Ende gehenden Saison der Champions League schon neunmal im Einsatz. Zuletzt pfiff er das Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atletico Madrid (1:0). Dass Siebert danach von den spanischen Medien heftig kritisiert wurde, interessierte die UEFA-Verantwortlichen um Roberto Rosetti offenbar nicht.

Schließlich weiß auch Rosetti, was er an Siebert hat. Denn obwohl der Familienvater noch kein Finale auf der großen europäischen Bühne geleitet hat, verfügt er dennoch über jede Menge Erfahrung. Siebert war bei der WM 2022 sowie bei den EM-Endrunden 2021 und 2024 im Einsatz. Vor allem bei der "Unwetter-Schlacht von Frankfurt" zwischen der Slowakei und Rumänien (1:1) war Siebert bei der Heim-EM vor zwei Jahren gefordert. Ein DFB-Pokalfinale (2023) hat Siebert auch schon auf dem Buckel.

WM-Einsätze kommen dagegen erst einmal keine dazu. Der Weltverband FIFA hat Siebert nicht für die bevorstehende Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada nominiert. Die FIFA entschied sich in Felix Zwayer für einen anderen Berliner. Das "Trostpflaster" für Siebert sollte die WM-Schmerzen aber lindern: Am Samstag beim "Blockbuster" in Budapest.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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