Jürgen Klopp hat mit allen 25 Spielern seines zweiten Kaders die Vorbereitung auf das Länderspiel gegen Serbien aufgenommen. Der Bundestrainer versammelte alle Akteure auf dem Trainingsplatz in Herzogenaurach. Nach dem 0:1 gegen Griechenland hatte er wie zuvor geplant einen nahezu vollständigen Personalwechsel vorgenommen. Auch Kapitän Joshua Kimmich ist abgereist.
Für die nächste Nations-League-Partie der Fußball-Nationalmannschaft in München am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker) muss der 59-Jährige noch einige Entscheidungen treffen.
Im Tor steht eine Premiere an
So wird es im Tor definitiv eine Premiere geben. Die Keeper Jonas Urbig, Finn Dahmen und Noah Atubolu haben alle noch kein Länderspiel bestritten. Höchstwahrscheinlich bekommt Bayern-Profi Urbig im Heimspiel seinen ersten Einsatz im DFB-Dress. Der 23-Jährige wird am Mittwochabend (18.00 Uhr) neben Bundestrainer Klopp die Abschluss-Pressekonferenz in München bestreiten. Das galt in der Vergangenheit bei wenigen Ausnahmen meist als Indiz für einen Startelfeinsatz.
Gesucht wird auch noch ein Kapitän als Ersatzmann für Joshua Kimmich, der dem Aufgebot wie geplant nicht mehr angehört. Mögliche Kandidaten sind Serge Gnabry, Florian Wirtz, David Raum oder Nico Schlotterbeck.

Klopp hat "ähnliche Probleme" wie Nagelsmann
Die DFB-Elf bestreitet am morgigen Mittwoch noch ihr Abschlusstraining in Herzogenaurach, dann geht es nach München. Durch die jüngste 0:1-Niederlage gegen Griechenland steht Klopp in der Nations League als Tabellendritter hinter Griechenland (6 Punkte) und den Niederlanden (4) mit nur einem Punkt schon unter Druck. Gegner Serbien ist ohne Zähler Tabellenletzter.
Für Klopp geht es im dritten Länderspiel als Bundestrainer nicht nur um einen Stimmungsaufschwung bei der Fußball-Nationalmannschaft, sondern auch um die Vermeidung eines Negativrekordes. Gelingt der DFB-Elf gegen Serbien erneut kein Sieg, dann ist Klopp der erste DFB-Cheftrainer, der keine seiner ersten drei Partien mit der Nationalmannschaft gewinnen konnte.
Für den 59-Jährigen stehen bislang das 1:1 in den Niederlanden und das 0:1 gegen Griechenland zu Buche. Der erste Sieg erst im dritten Spiel gelang zwei sehr prominenten Vorgängern. Sepp Herberger und Helmut Schön blieben wie Klopp in den ersten beiden Partien auf der Trainerbank der Nationalmannschaft ohne Erfolgserlebnis, schafften aber jeweils immerhin zwei Unentschieden.

