Fußball

"Ist mir scheißegal im Finale" Kroos schimpft immer noch über Interview

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Konfrontationskurs.

(Foto: IMAGO/Moritz Müller)

Dass Toni Kroos nichts von den Fragen von ZDF-Journalist Nils Kaben hält, macht er live deutlich. Auch mit einigen Tagen Abstand ist der Ärger des Fußballprofis von Champions-League-Sieger Real Madrid nicht verklungen. Der 32-Jährige erklärt, was er erwartet hätte.

Toni Kroos sieht im Abbruch seines Interviews von ZDF-Reporter Nils Kaben nach dem Gewinn der Champions League nichts Falsches. "Ich habe mich auch nur in dem Moment geärgert, ich habe mich auch mehr über ihn selbst geärgert. Aber direkt so dieses: 'Ja, ich will hören, dass ihr unverdient gewonnen habt'. Das ist mir scheißegal im Finale, das musst du gewinnen, das Finale", sagte der Mittelfeldstratege von Real Madrid in der neuen Folge des gemeinsamen Podcasts "Einfach mal Luppen" mit seinem Bruder Felix.

Kroos hatte das Interview am Samstagabend nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Liverpool abrupt beendet. "Du hattest 90 Minuten, dir vernünftige Fragen zu überlegen, und dann stellst du mir zwei so Scheißfragen", antwortete der Weltmeister von 2014 kurz nach der Partie. Gefragt worden war der 32-Jährige, ob es überraschend gewesen sei, dass Real im Endspiel im Pariser Stade de France so unter Druck geraten war.

Diese Frage hätte Kroos geliebt

"Wir hatten natürlich zwei, drei Druckphasen zu überstehen, aber da habe ich auch gesagt, das ist doch normal, was erwartest du. Dass wir Liverpool 90 Minuten dominieren? Das ist eine Weltklassemannschaft, die musst du halt schlagen, das haben wir gemacht", sagte Kroos.

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Kaben hätte im Interview auch fragen können, "wie hast du das Spiel an sich gesehen? Da hätte ich nicht gesagt, wir haben sie an die Wand gespielt. Ich bin der Erste, der sagt, es ist ausgeglichen, vielleicht sogar ein paar mehr Chancen Liverpool. Aber wir haben es halt gewonnen, wie die letzten K.-o.-Runden auch. Da hätte er seine Antwort schon bekommen", sagte Kroos.

Kaben räumte ein, dass er eine Frage "ganz klar" besser hätte formulieren können. "Kroos hätte die Frage auch als Vorlage dafür nutzen können, darauf hinzuweisen, dass Real sich schon durch den ganzen Wettbewerb immer in schwierigen Situationen gerettet hatte", sagte Kaben dem "Spiegel" am Montag. Nach Rücksprache mit Kolleginnen und Kollegen sei man "ganz deutlich zu dem Schluss gekommen, dass man sich als Spieler so nicht benehmen sollte". Eine sachliche Frage zum Spielverlauf so ins Persönliche zu kippen, gehe nicht.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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