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Stolpern, treten, fallen: Leipzigs Spieler konnten oft nur reagieren.
Stolpern, treten, fallen: Leipzigs Spieler konnten oft nur reagieren.(Foto: imago/Claus Bergmann)
Mittwoch, 06. Dezember 2017

Keine Chance gegen Besiktas: Leipzig überwintert in Europa League

Die Chancen für RB Leipzig, sich doch noch für das Achtelfinale in der Königsklasse zu qualifizieren, waren minimal. Doch trotz ambitionierter Leistung war das Glück den Sachsen an diesem Abend nicht hold - viel Aluminium und fehlende Hilfe bedeuten das Aus.

Das Abenteuer Champions League ist für RB Leipzig vorbei. Durch die 1:2-(0:1)-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul und den zeitgleichen Sieg des FC Porto gegen AS Monaco verpasste der Fußball-Bundesligist das Achtelfinale der Königsklasse und überwintert nun in der Europa League. Die Sachsen hatten am Mittwochabend ohnehin nur eine Minimalchance, waren auf Schützenhilfe der AS Monaco angewiesen. Doch der Gruppenletzte verlor 2:5 in Portugal. Neben dem türkischen Meister Besiktas, der als ungeschlagener Gruppensieger weiterkam, findet sich Porto am Montag im Lostopf der Königsklassen-Teams fürs Achtelfinale.

Konnte dem Ball beim 1:2 nur hinterherschauen: Leipzigs Keeper Gulacsi.
Konnte dem Ball beim 1:2 nur hinterherschauen: Leipzigs Keeper Gulacsi.(Foto: dpa)

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena traf Alvaro Negredo früh per Foulelfmeter (10. Minute). Den nie aufgebenden Leipzigern gelang der Ausgleich durch Naby Keita (87.), doch Talisca besiegelte in der 90. Minute die unglückliche Leipziger Niederlage. Stefan Ilsanker sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (82.).

"Die Mannschaft hat heute Moral bewiesen und nie aufgesteckt. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben viel versucht, aber im Abschluss waren wir heute nicht gerade die Glücklichsten", sagte RB-Coach Ralph Hasenhüttl. Der deutsche Vize-Meister verabschiedete sich trotz der Niederlage mit einer anständigen Leistung, konnte den überragenden Torwart Tolga Zengin aber trotz guter Chancen nur einmal überwinden. "Der Torwart hat das Spiel seines Lebens gemacht", sagte Leipzigs Kapitän Willi Orban.

Kein Glück für Leipzig

Hasenhüttl musste mit Spielmacher Emil Forsberg (Bauchmuskelprobleme), Marcel Sabitzer (Schulterluxation) und Innenverteidiger Dayot Upamecano (Muskelfaserriss) auf drei Leistungsträger verzichten - und schon nach zehn Minuten den ernüchternden Rückstand hinnehmen. Orban ging den Zweikampf mit Jeremain Lens im Strafraum etwas zu ungestüm an - den berechtigten Elfmeter verwandelte Negredo souverän.

Nur eine Minute zuvor war Porto im Parallelspiel gegen Monaco mit 1:0 in Führung gegangen, sodass die Leipziger Hoffnungen schon früh einen doppelten Dämpfer erhielten. Dennoch spielte RB engagiert und druckvoll nach vorne. Orban traf aus kurzer Distanz nur den Außenpfosten (15.). Wenig später drehte Nationalstürmer Timo Werner bereits jubelnd ab, ehe der ungarische Schiedsrichter Viktor Kassai beim vermeintlichen 1:1 doch noch auf Abseits entschied (21.).

Neben Werner spielte überraschend Jean-Kevin Augustin anstelle von Yussuf Poulsen im Leipziger Sturm, der Franzose konnte anfangs aber nur wenige Akzente setzen. Als Porto auf 2:0 erhöhte (33.), war der Königsklassen-Traum vom Achtelfinale bereits so gut wie beendet. Obwohl der türkische Meister sechs Stammkräfte zu Hause gelassen hatte, stand Besiktas kompakt und diszipliniert in der Defensive und ließ nur wenige Leipziger Tormöglichkeiten zu. Werner (42.) und Bruma (43.) scheiterten am 34 Jahre alten Schlussmann Tolga Zengin.

Der Routinier rettete auch nach dem Wechsel, als er Werners Schuss aus 13 Metern auf das lange Eck reaktionsschnell parierte (47.). Die Leipziger zeigten Moral und wollten unbedingt eine Heim-Niederlage zum Abschluss der Gruppenphase vermeiden. Doch ob Kevin Kampl (57.) oder Augustin (63.) - keiner konnte den besten Besiktas-Profi Zengin überwinden. Der besser werdende Augustin schaffte es - stand bei seinem Schuss aber ganz knapp im Abseits (64.).

Quelle: n-tv.de

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