DFB-Star über Elfer-Drama

Nur wenn er nicht geschossen hätte, hätte Tah ein Problem

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Jonathan Tah nach seinem verschossenen Elfmeter im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay. (Foto: IMAGO/Kirchner-Media)
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03.08.2026 | 08:10 Uhr
Bei der vergurkten WM in Amerika haut Jonathan Tah im Elfmeterschießen drüber, die DFB-Elf scheidet aus. Den Fehlschuss hat der Abwehrmann des FC Bayern nach eigener Aussage verdaut. Außerdem lobt er die Zugänge der Münchner.

Dass er im Elfmeterschießen der Nationalmannschaft gegen Paraguay verschossen hat und somit einen unmittelbaren Anteil am deutschen WM-Aus hat, stellt für Jonathan Tah keine Last fürs Leben dar. Das sagte der Abwehrspieler des FC Bayern im Interview mit Sky. "Im Leben ist es immer so, dass man Momente erlebt, Rückschläge erlebt. Und die Frage ist immer, wie gehst du damit um und wie sehr hast du dich darauf vorbereitet. In dem Moment, in dem ich den Elfmeter geschossen habe, bin ich da mit voller Überzeugung hingegangen, wollte ihn reinmachen und habe ihn nicht reingemacht", blickte Tah auf seinen Fehlschuss zurück.

Er habe sich aber vor dem Turnier in den USA, in Kanada und Mexiko vorgenommen, "Verantwortung zu übernehmen, mutig zu sein und in den schwierigen Momenten da zu sein", betonte der 30-Jährige. Diesen "Werten" sei er "am Ende nachgegangen und deswegen kann und muss ich damit leben, dass ich den Elfmeter verschossen habe. Ich könnte viel weniger damit leben, wenn ich das Gefühl hätte, ich wäre diesem Wert oder dem, was ich mir vorgenommen habe, nicht nachgegangen."

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15 Bayern-Tore im Schnelldurchlauf

Das letztlich mit 4:5 nach Elfmeterschießen gegen Paraguay verlorene Sechzehntelfinale der WM hätte für Tah ganz anders laufen könne. In der Verlängerung erzielte der Innenverteidiger die vermeintliche 2:1-Führung der DFB-Auswahl. Der Schiedsrichter pfiff das Kopfballtor in der 102. Minute nach VAR-Intervention aber wegen eines angeblichen Fouls von Waldemar Anton an Torwart Orlando Gill zurück - eine umstrittene Entscheidung.

Tah freut sich auf 100-Millionen-Paket des FC Bayern

Tah hat den Blick längst nach vorn gerichtet, ist mit dem FC Bayern bereits wieder auf Asien-Tour, um sich auf die anstehende Saison vorzubereiten. Der Abwehrmann lobt die Transfers der Münchner, die die Nationalspieler Nathaniel Brown und Ismail Saibari aus Marokko für zusammengenommen mehr als 100 Millionen an die Säbener Straße geholt haben.

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Die WM-Frustrierten sind zurück im Erfolgshafen des FC Bayern

"Nene (Brown, Anm. d. Red.) kenne ich jetzt durch die Nationalmannschaft ein bisschen besser. Er hat brutal viele Qualitäten. Offensiv, aber auch defensiv kann er der Mannschaft echt viel geben", sagte Tah über den früheren Frankfurter, der als Außenverteidiger auf dem linken Flügel zu Hause ist. Gegen Saibari habe er schon gespielt, als der Offensivmann noch für die PSV Eindhoven spielte, erinnerte Tah und verwies zudem auf die starken WM-Leistungen des Marokkaners. "Das ein oder andere Spiel bei der WM von ihm hat man sich gerne angeguckt", sagte Tah: "Er ist ein extrem kompletter Offensivspieler, der unterschiedlich eingesetzt werden kann und immer wieder für Überraschungsmomente sorgen kann. Er ist sehr unangenehm zu bespielen, weil er körperlich sehr stark ist und trotzdem technisch gut."

Verwendete Quellen: ntv.de, mar