Fußball

"Euro-Fighter" mischt mit "Rangnick-Gruppe" tritt jetzt ins Licht

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Ralf Rangnick sorgt beim FC Schalke für viel Aufregung.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Die Personalie Ralf Rangnick elektrisiert den FC Schalke - und sorgt im nicht eben ausgeglichenen Verein für neuen Stress. Eine bislang unbekannte Gruppe hatte Rangnick an den Gremien vorbei kontaktiert und damit frischen Ärger produziert. Nun übt man sich in Konstruktivität.

Im Machtkampf um die Zukunft des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 bahnt sich eine Entspannung an. Nach einem Austausch zwischen dem Aufsichtsrat und einer Interessengemeinschaft aus Politik, Wirtschaft und Vereinsumfeld sei man sich einig gewesen, dass der Verein in dieser sportlich wie wirtschaftlich herausfordernden Zeit Ruhe brauche, "damit Vorstand und Aufsichtsrat als zuständige Gremien die Planungen für die kommende Saison hochkonzentriert und mit voller Kraft fortsetzen können", sagte der Aufsichtsratvorsitzende Jens Buchta nach dem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur.

Der Streit entstand, weil die "Rangnick-Gruppe" ohne Wissen des Aufsichtsrates einen Versuch gestartet hatte, den einstigen Schalke-Coach Ralf Rangnick als Sportvorstand zu gewinnen. Das hatte Aufsichtsratschef Jens Buchta als "vereinsschädigend" bezeichnet. "Wir haben von unserer Seite festgehalten, dass - unabhängig von den inhaltlichen Vorschlägen - die Vorgehensweise der Gruppe am vergangenen Freitag für den Verein belastend war.

"Wir möchten zum Wohl des Vereins mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, wir sind keine Opposition. Wir müssen in einer solchen Krise alle Kräfte bündeln", sagte Ulrich Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und Sprecher der Gruppe beim ersten öffentlichen Auftritt der Gruppe in Essen.

"Lethargie der letzten Monate durchbrochen"

Mittlerweile bemüht sich der Verein auch in offizieller Mission um eine Verpflichtung von Rangnick. Buchta bestätigte eine Kontaktaufnahme zu dessen Berater Marc Kosicke und kündigte weitere Gespräche an. "Im nächsten Schritt wird sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit dem Berater von Ralf Rangnick zusammensetzen, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu erörtern", erklärte Buchta am Mittwoch nach der Zusammenkunft.

Aussagen von Kosicke bei "Sport 1" legen jedoch nahe, dass Rangnick derzeit den Job als Bundestrainer vorzieht: "Das wäre die Krönung seiner Karriere." Dennoch gab sich Frank Haberzettel, Geschäftsführer des Deutschen Beamtenwirtschaftsbundes, optimistisch: "Wir haben bis heute den Eindruck, dass Ralf Rangnick große Lust hat, auf Schalke Verantwortung zu übernehmen und ein Projekt Schalke zu starten. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass es eine schnelle Entscheidung gibt."

Die seit rund neun Monaten existierende Gruppierung, der auch der ehemalige Schalke-Profi Ingo Anderbrügge angehört, rechtfertigte ihr Vorgehen. "Wir haben die Lethargie der letzten Monate durch die Idee Ralf Rangnick durchbrochen. Wenn diese Chance genutzt werden kann, ist die bestmögliche Lösung für den Verein gefunden", sagte Haberzettel mit Verweis auf eine Online-Petition, bei der sich mittlerweile mehr als 50 000 Schalke-Fans für eine Verpflichtung von Rangnick als Sportdirektor ausgesprochen haben.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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