Streit mit Barca spitzt sich zu

Real Madrid reicht Beweise "für größten Korruptionsfall" des Fußballs ein

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Real-Boss Florentino Perez beschuldigt den FC Barcelona der Korruption. (Foto: AP)
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01.10.2026 | 20:07 Uhr
Der FC Barcelona soll jahrelang Millionen an den Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses gezahlt haben - behauptet Erzrivale Real Madrid. Jetzt ermittelt die UEFA.

Die Europäische Fußball-Union UEFA geht einer Beschwerde von Real Madrid im Streit mit dem FC Barcelona um Zahlungen an einen Schiedsrichter-Funktionär nach. Man habe Unterlagen von Real zur laufenden Untersuchung erhalten und werde diese prüfen, hieß es vom Kontinentalverband. Angaben zum Inhalt der Unterlagen oder zum weiteren Verlauf der Prüfung machte die UEFA zunächst nicht.

Real erklärte, dass die eingereichte Beschwerde "umfangreiche Unterlagen und Belege zu Sachverhalten von außerordentlicher Schwere, die die Integrität des Wettbewerbs und das Vertrauen in das Schiedsrichtersystem unmittelbar beeinträchtigen" enthalte. Der FC Barcelona teilte mit, dass der Klub allen Aufforderungen stets nachgekommen sei - und stellte klar, dass es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Wurden Real Meistertitel "gestohlen"?

Im sogenannten Negreira-Fall geht es um Zahlungen des FC Barcelona zwischen 2001 und 2018 von insgesamt rund 8,4 Millionen Euro an Firmen von José María Enríquez Negreira, dem damaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses. Madrids Präsident Florentino Pérez bezeichnete den Negreira-Fall als "größten Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs". Barcelona habe zwei Jahrzehnte lang für Negreiras Dienste bezahlt, hatte Pérez unter anderem gesagt

Dadurch sei der Erzrivale regelmäßig von Schiedsrichterentscheidungen begünstigt worden und habe somit den Wettbewerb beeinflusst. Real Madrid seien dadurch zahlreiche Meisterschaften "gestohlen" worden, sagte Pérez. Barcelona hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und nach den Aussagen von Pérez eine Schlichtung beantragt. Ein Termin ist für den 25. November vor dem Zivilgericht in Madrid angesetzt.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa