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Am Ende fließen Tränen Schweinsteiger sagt "Servus" mit Volleytor

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Abschiedsspiel für einen ganz Großen: Schweinsteiger sagt "Servus".

(Foto: picture alliance/dpa)

Große Gefühle, Tränen, Gänsehaut-Momente: Beim Abschiedsspiel für Bastian Schweinsteiger zwischen dem FC Bayern München und seinem aktuellen Klub, Chicago Fire, ist das Ergebnis zweitrangig. Was zählt, ist nicht aufm Platz, sondern auf den Rängen.

Über das Stadionmikrofon bedankte sich Bastian Schweinsteiger nach seinem Abschiedsspiel bei den Fans: "Vielen, vielen Dank. Ich bin einer von euch - und ich werde immer einer von euch bleiben. Meine Vergangenheit gehört nur dem FC Bayern und sonst keinem", sagte er mit Tränen in den Augen. "Basti, wir danken dir", hallt es zuvor durch die ausverkaufte Arena, als die letzten Minuten der Partie laufen. Alle stehen und feiern ihren "Fußballgott", dem kurz vor Schluss sogar noch nach einer Flanke von David Alaba ein wunderschönes Volleytor gelingt. Damit passt alles an diesem bewegenden Abend: das Wetter, das volle Stadion.

Die Fans erleben den 34 Jahre alten Schweinsteiger sogar noch einmal 45 Minuten im Trikot des FC Bayern an der Seite alter Kumpels wie Arjen Robben oder Franck Ribéry. Das Freundschaftsspiel gewinnt der FC Bayern gegen Schweinsteigers aktuellen Verein Chicago Fire mit 4:0 (2:0), aber das ist nebensächlich.

Gefühle löst bei Schweinsteiger schon das Einlaufen durchs Publikum aus. Auf dem Platz wird er von den Münchner Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß empfangen, es gibt ein Präsent und viele Umarmungen. "Sehr viele Bilder, sehr viele Momente", seien ihm da durch den Kopf gegangen. "Es war sehr emotional beim Einlaufen." Und mit Emotionen endet der Abend auch. Im Publikum sitzt auch seine Frau, die ehemalige Weltklasse-Tennisspielerin Ana Ivanović. Die 30-Jährige erlebt an diesem Abend, wie populär ihr Ehemann in seiner bayerischen Heimat ist. Rummenigge hatte es am Tag zuvor bei Schweinsteigers Aufnahme in die Hall of Fame des FC Bayern so ausgedrückt: "Er ist bei den Leuten einfach beliebt. Er war immer Mister Bayern."

Die Nummer "31"

Und dieser Vorzeige-Bayer hat als Fußballer dann so richtig Spaß an seinem Abschiedsspiel, als er nach viel Defensivarbeit als Kapitän der Chicago-Elf nach der Pause das Trikot wechselt. Schweinsteiger hat sichtbar Freude, an der Seite der eingewechselten Robben, Ribéry, Müller oder Lewandowski kicken zu dürfen. Alle tragen Trikots mit der 31 darauf, auch Torwart Manuel Neuer. "Auf geht's Basti, schieß ein Tor", rufen die Fans. Und dieser Wunsch erfüllt sich nach einigen vergeblichen Versuchen schließlich auch noch. Nachrangig waren die anderen Torschützen des Abends: Serge Gnabry (7. Minute), Sandro Wagner (38.) und Arjen Robben (63.) trafen vor Schweinsteiger gegen den Klub aus der Major League Soccer.

"Ich verbinde sehr viel von meinem Leben mit dem FC Bayern", hatte Schweinsteiger gesagt. Seine größten Erfolge feierte er als Profi des Rekordmeisters, den Champions-League-Titel 2013 und auch den WM-Triumph 2014 in Brasilien. Er hatte geahnt, dass die Rückkehr Gefühle bei ihm wecken würde. "Da könnte schon die eine oder andere Träne kommen."

Viele Fans waren in Bayern-Trikots mit der 31 ins Stadion gekommen, Schweinsteigers ehemaligen Nummer. Nach dem Aufwärmen sah man ihn am Spielfeldrand in einer herzlichen Umarmung mit Jupp Heynckes, jenem Trainer, mit dem er 2013 das Triple gewann. Überhaupt war viel Prominenz von Joachim Löw bis Philipp Lahm gekommen, um dem Abend unter dem Motto "Basti is back" beizuwohnen. Ärgerlich für Bayerns Coach Niko Kovac war allerdings, dass Nationalspieler Leon Goretzka nach einem Zweikampf angeschlagen raus musste.

Quelle: n-tv.de, Klaus Bergmann, dpa

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