In Uganda herrscht Fassungslosigkeit. Der bekannte Fußballer David Owori ist im Alter von nur 27 Jahren nach einem brutalen Raubüberfall in Kampala gestorben. Nach Polizeiangaben wurde der Kapitän des ugandischen Rekordmeisters SC Villa von Räubern attackiert, als er sich gegen den Diebstahl seines Handys und weiterer Wertgegenstände wehrte.
Ein Sprecher seines Teams erklärte laut BBC, dass Owori direkt vor seinem Haus in einem Vorort Kampalas überfallen worden sei. "Der Spieler wurde von Schlägern überfallen, als er sich seinem Haus näherte, und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, bevor er in eine medizinische Einrichtung gebracht wurde", sagte der Klubsprecher weiter.
Zeugen berichteten, dass der Fußballprofi in der Nähe seines Hauses mit Pflastersteinen angegriffen worden sei. Die Täter ließen ihr Opfer bewusstlos zurück. Trotz einer Notoperation unterlag Owori am Mittwoch seinen Verletzungen. Im Laufe des Tages fand in Kampala eine Trauerfeier statt. Sein Tod löste in Uganda große Bestürzung, Trauer und eine Debatte über Kriminalität im Land aus.
Schweigeminute im Parlament
Der SC Villa würdigte Owori als "Führungspersönlichkeit, Bruder und Freund". Auch der ugandische Verband trauerte um den 27-Jährigen, der als Mittelfeldspieler und Rechtsverteidiger auflief und bezeichnete ihn als "einen wahren Anführer auf und neben dem Platz". Owori sei eine Inspiration "für eine ganze Generation", hieß es in einer Erklärung.
Die Nationalmannschaft, die als "Cranes" bezeichnet wird, erklärte, das Team habe einen Fußballstar verloren, der "die Hoffnungen" Ugandas getragen habe. Owori spielte für die Juniorenteams Ugandas und stand mehrmals im erweiterten Kader des A-Teams. Das Parlament legte am Mittwoch zu Ehren von Owori eine Schweigeminute ein und forderte eine rasche Untersuchung.
Erst vor wenigen Wochen war ein weiterer bekannter Sportler Ugandas bei einem Überfall getötet worden. Rugby-Nationalspieler Sydney Gongodyo wurde ebenfalls in Kampala von einem kriminellen Mob tödlich attackiert.
