Fußball

Nur ein Punkt aus vier SpielenUnter dem 1. FC Köln öffnet sich der Abgrund

28.02.2026, 06:57 Uhr
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Lukas Kwasniok muss den Blick nach unten richten. (Foto: IMAGO/Ulrich Wagner)

Die Ergebniskrise des 1. FC Köln hält an. Noch sieht es auf dem Papier für den aktuellen Tabellenzwölften der Bundesliga ordentlich aus, doch der Trend ist längst nicht mehr der Freund des Effzeh. Im letzten Saisondrittel geht es nun um das Überleben in der Bundesliga.

Der Kölner Frust war nach der Niederlage beim FC Augsburg auf der nächtlichen Heimreise groß. "Wir sind natürlich bedient", sagte Trainer Lukas Kwasniok und mühte nach dem 0:2 am Jubiläums-Abend des FCA den Blick nach vorne. "Nächste Woche kommt Dortmund, da hast du wieder nichts zu verlieren. Und dann müssen wir halt irgendwann mal gegen einen der Großen punkten, auch wenn uns das bisher noch nicht ganz so häufig gelungen ist. Erst recht nicht am Samstagabend, aber irgendwann ist immer das erste Mal."

Der Auftrag sei, "den Fluch zu brechen". Ein Sieg gegen den befreundeten Klub aus der ehemaligen Bierhauptstadt der Welt erscheint angesichts der sich zuspitzenden Situation im unteren Tabellendrittel beinahe schon alternativlos. Die Stimmung beim Effzeh verdunkelt sich in der Fastenzeit immer mehr; unter dem Klub öffnet sich immer deutlicher der Abgrund des Abstiegskampfes mit all seinen Begleiterscheinungen.

Die Augsburger feierten durch das 2:0 (0:0) in ihrem 500. Spiel in Deutschlands Top-Spielklasse den 150. Sieg und verschärften die Kölner Probleme. Portugal-Talent Rodrigo Ribeiro (20) sorgte mit einem feinen Hacken-Tor in der 55. Minute für die Führung, Alexis Claude-Maurice (90.+5) traf spät ins leere FC-Tor zum Endstand.

Nur zwei Siegen aus 15 Spielen

"Das war jetzt kein Zuckerschlecken für die Zuschauer. Eigentlich ein klassisches Freitagabend-0:0-Spiel", sagte der FC-Trainer. "Jetzt ist ja klar, dass der Druck etwas größer wird. Das ist doch ganz logisch."

Die Rheinländer haben aus den letzten 15 Spielen nur 2 Siege geholt. Und nun soll gegen den BVB die FC-Ergebniskrise beendet werden. "Man sieht ja, dass unten die Teams gegen die Großen auch gewinnen können. Und das müssen wir auch: Punkten in den ganz entscheidenden Spielen jetzt, in den ganz entscheidenden Wochen", sagte Mittelfeldspieler Tom Krauß. "Die da unten schlafen nicht, die da unten punkten. Wir haben es heute nicht getan und deswegen müssen wir nächste Woche auf jeden Fall liefern."

Der Kölner Coach bezeichnete die Situation als "herausfordernd". Dass er Starspieler Said El Mala erst für die letzte halbe Stunde brachte, konnte der Coach gut begründen. "Alles andere wäre verantwortungslos. Eine halbe Stunde war das Maximum der Gefühle", sagte Kwasniok. "Er hat diese Woche einfach nicht trainiert und keinen Sprint gezogen." Er sei "happy" gewesen, dass der Offensivspieler überhaupt zur Verfügung gestanden habe.

Noch hat Kwasniok Hoffnung

Während die Augsburger beim Blick auf die Tabelle mit nun 31 Punkten zumindest erst einmal erleichtert durchatmen dürfen, bleibt es für die Kölner mit nur 24 Zählern auf dem Konto weiter bedrohlich. Der Vorsprung auf den aktuellen 16. der Tabelle, den FC St. Pauli, beträgt vier Punkte. Auf Werder Bremen auf dem ersten direkten Abstiegsrang sind es momentan fünf Punkte Vorsprung. Ein beruhigendes Polster ist das nicht.

"Wir haben zu Beginn performt, haben Spiele gewonnen, die uns jetzt eben nach wie vor die Möglichkeit geben, über dem Strich zu stehen", sagte Kwasniok. "Aber wir sind keine Menschen, die mit geschlossenen Augen durchs Leben laufen, sondern wir haben die Augen schon offen und wissen, dass wir Spiele gewinnen müssen in der Zukunft. Aber diese Überzeugung, die trage ich in mir."

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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