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Endlich Fußball-Bundesliga? Wagner gilt als Trainerfavorit auf Schalke

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(Foto: imago/PA Images)

Die Fußball-Bundesliga kennt er, nur Chef war er noch nie. Jetzt ist David Wagner als Trainer des FC Schalke 04 im Gespräch und soll im Kandidaten-Ranking Dieter Hecking überholt haben. Aber auch andere Klubs melden ihr Interesse an Wagner an. Wer ist dieser Mann?

Diesmal sind es angeblich Berlin, Köln und vor allem Schalke. Davor war es Hoffenheim, davor Wolfsburg. Und davor rankten sich die Gerüchte um Leverkusen, Frankfurt und Darmstadt. Angeblich hat die halbe Fußball-Bundesliga David Wagner in den vergangenen Jahren schon mal als Trainer-Kandidaten auf dem Zettel gehabt. Einen Posten als Chefcoach hatte der Trauzeuge von Jürgen Klopp dort nie. Das könnte sich nun ändern. Beim taumelnden FC Schalke 04 ist Wagner angeblich zum Top-Anwärter aufgestiegen.

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Uefa-Pokalsieger 1997: Andreas Müller, Martin Max und, richtig, David Wagner.

(Foto: imago images / WEREK)

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll sich der 47-Jährige, der 1997 als Eurofighter zum Kader beim Uefa-Cup-Sieg zählte, mit Sportvorstand Jochen Schneider grundsätzlich einig und beim Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies bereits vorstellig geworden sein. Ob es klappt, wird sicher auch Jürgen Klopp in Liverpool genau verfolgen. Und sehr wahrscheinlich wird Wagner ihn auch um seine Einschätzung fragen. Denn die Freundschaft zwischen Wagner und Klopp ist eine der engsten im Profi-Fußball.

"1991 hat uns irgendjemand zusammen in ein Zimmer gesteckt", sagte Klopp mal Sky Sports: "Das war der Beginn einer lebenslangen Freundschaft." Wagner bezeichnet die Beziehung als "eher familiär, in Richtung Brüder", und Klopp als "meinen besten Freund". Bei dessen Hochzeit 2005 war er Trauzeuge, umgekehrt ist Klopp der Patenonkel von Wagners Tochter. Auch daran, dass Wagner überhaupt Profi-Trainer wird, hat Klopp Anteil. Der in Frankfurt am Main geborene Wagner, der einen amerikanischen Vater hat und deshalb Nationalspieler der USA war, hatte sich nach seiner Karriere zunächst vom Fußball abgewendet.

"Ja, ich war auch ein Eurofighter"

"Ich war begeisterter Vollzeitstudent in Darmstadt. Damals war ich weit weg vom Fußball", sagte er dem "Sportbuzzer": "Kein Stadion, keine Sportschau, nicht mal den Kicker habe ich gelesen. 2007 kam die Droge Fußball zurück." Wagner wird Jugendtrainer in Hoffenheim, aber quasi nur im Nebenjob. Gleichzeitig ist er Referendar für Biologie, Sport und Pädagogik am Gymnasium Gernsheim. Aber Lehrer wird er doch nicht. Stattdessen übernimmt er 2011 bei Borussia Dortmund, wo sein Freund Klopp die Profis gerade zur Meisterschaft geführt hat, die U23. Erklären muss er damals, wie er sich als Schalker in Dortmund zurechtfinden würde. "Ja, ich war auch ein Eurofighter und dafür schäme ich mich nicht", sagt er dem Magazin "Reviersport": "Jedoch habe ich schon seit Jahren keinen Kontakt mehr nach Gelsenkirchen. Die Zeit war sehr schön, ist aber auch schon sehr lange her."

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29 Mai 2017: Aufstieg in die englische Premier League mit Huddersfield Town.

(Foto: imago/Uk Sports Pics Ltd)

Bald könnte er die Frage umgekehrt gestellt bekommen. 2015 wechselt Wagner zu Huddersfield Town und führt den Verein erstmals nach 45 Jahren in die Premier League. Klopp erzählt später, beim Elfmeterschießen im entscheidenden Aufstiegsspiel habe er "geheult wie ein Baby". Wagner wird in Huddersfield zutiefst verehrt. Die Medien schreiben von der "Wagner Revolution". Was ihm nicht so gefällt. "Das war die Marketing-Abteilung", sagt er. "Das hat sich dann verselbstständigt."

Mit dem nach eigenem Empfinden "größten Underdog aller Zeiten in der Premier League" hält er im ersten Jahr die Klasse. Und als er im Jahr darauf Tabellenletzter ist, wird er nicht etwa gefeuert. Er tritt am 14. Januar zurück. Und Klubboss Dean Hoyle sagt entsetzt: "Das ist ein sehr trauriger Tag. Ich hatte nicht die Absicht, David in dieser Saison zu entlassen." Der habe aber "klargemacht, dass er eine Pause von den Strapazen des Fußball-Managements braucht". Bis zum offiziellen Amtsantritt für neue Trainer am 1. Juli wird diese ein halbes Jahr betragen. Vielleicht genug für Wagner, der endlich in der Bundesliga landen könnte.

Quelle: n-tv.de, Holger Schmidt und Philip Dethlefs, dpa

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