Fußball

Hoffenheim hängt unten drin Wolfsburg holt Rekord, aber keinen Sieg

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Wolfsburgs William (hinten) und Hoffenheims Robert Skov kämpfen um den Ball.

(Foto: dpa)

Mit einem Sieg kann der VfL Wolfsburg zum Spitzentrio der Bundesliga aufschließen. Gegen die TSG Hoffenheim reicht es aber erneut nur zu einem Punkt. Allerdings: Die Wölfe bleiben weiter ungeschlagen. Ein Stimmungsboykott der Ultras sorgt für eine gespenstische Atmosphäre.

Startrekord, aber wieder kein Dreier: Der VfL Wolfsburg hat den Sprung auf den dritten Platz der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Wölfe kamen gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und warten seit nunmehr drei Spielen auf einen Sieg. TSG-Jubilar Sebastian Rudy brachte Hoffenheim in seinem 200. Bundesligaspiel für die Kraichgauer mit einem sehenswerten Volleyschuss früh in Führung (6.). Für den Wolfsburger Ausgleich sorgte Admir Mehmedi nach tollem Doppelpass mit Wout Weghorst (36.). Am Ende sicherte Torhüter Pavao Pervan dem VfL mit zwei Paraden gegen die eingewechselten Christoph Baumgartner (81.) und Sargis Adamyan (88.) das Remis.

Zwar blieb die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner auch im fünften Spiel der Saison ungeschlagen und stellte damit eine neue Klub-Bestmarke in 22 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit auf - doch statt mit einem Heimsieg nach Punkten zu Bayern München aufzuschließen, ist der VfL Achter. Hoffenheim, das weiter auf den zweiten Saisonsieg wartet, rangiert mit fünf Punkten auf Rang elf.

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Mehmedi erzielte den Ausgleich für die Niedersachsen.

(Foto: dpa)

Vor den Augen des Ex-Hoffenheimers und jetzigen Leipzig-Coachs Julian Nagelsmann lieferten sich beide Teams ein Spiel mit offenem Visier und vor allem in der ersten Hälfte hohem Unterhaltungswert. Begünstigt von einer hohen Fehlerquote in den Defensivreihen boten sich zahlreiche Torchancen.

Spielansetzung sorgte für Ärger

Für Hoffenheim vergaben Ihlas Bebou (21.), Robert Skov, der das Leder kurz vor der Pause aus 20 Meter an die Unterkante der Latte hämmerte, und Pavel Kaderabek per Kopf (48.). Die Gastgeber hatten beste Möglichkeiten durch William (35.) und Weghorst (38.). Pech hatte der VfL, als ein vermeintlicher Treffer durch Josip Brekalo nach Videobeweis wegen Handspiels nicht gegeben (39.) wurde. Zudem traf Mehmedi (61.) aus dem Abseits.

Atmosphärisch hatte das erste Montagsspiel der Saison dagegen lange Zeit nicht viel zu bieten. Zum einen war die Volkswagen-Arena mit 21.120 Zuschauern lange nicht voll. Zum anderen machte sich der Stimmungsboykott der VfL-Fans bemerkbar, die aus Protest gegen die Anstoßzeit über die gesamte erste Halbzeit auf ihren Support verzichteten.

Schon im Vorfeld der Partie hatte die Spielansetzung für Ärger gesorgt. TSG-Coach Schreuder bedauerte, dass aufgrund des ungewohnten Termins nur knapp 100 Anhänger die Kraichgauer am Abend nach Niedersachsen begleiteten. "Man spielt Fußball auch für die Fans, insofern ist das schade", sagte der Niederländer. Das Montagsduell ist das erste von fünf Spielen in dieser Spielzeit, nach weiteren fünf Begegnungen in der Saison 2020/2021 wird der höchst umstrittene Termin aufgegeben. Was Schreuder explizit befürwortet: "Bis dahin aber müssen wir noch damit umgehen."

Quelle: n-tv.de, mba/sid