Dani Carvajal steht offenbar vor einer Rückkehr in den spanischen Vereinsfußball. Wie die "Marca" berichtet, haben sich der vereinslose Rechtsverteidiger und der FC Getafe auf eine Zusammenarbeit verständigt. Präsident Ángel Torres bestätigte gegenüber DAZN: Carvajal habe den Medizincheck absolviert. Vollzogen werden kann der ablösefreie Transfer allerdings erst, wenn die spanische Liga der Konstruktion zustimmt. Hintergrund ist die wirtschaftliche Kontrolle durch La Liga und die Gehaltsobergrenze des Tabellenelften. Getafe muss das Arbeitspapier des 34-Jährigen so gestalten, dass es in den Kostenrahmen des Profikaders passt. Torres zeigte sich zuversichtlich, sprach aber von einer ausstehenden Einigung mit dem Ligaverband. Solange diese Genehmigung fehlt, ist der Wechsel nicht offiziell bestätigt. Trainer José Bordalás gilt als treibende Kraft hinter der Verpflichtung und könnte mit Carvajal einen erfahrenen Spieler für die rechte Seite erhalten.
Carvajal hatte Real Madrid im Sommer nach insgesamt 23 Jahren verlassen. Der gebürtige Leganesen war 2002 in die Nachwuchsabteilung gewechselt und gehörte nach einer Saison bei Bayer Leverkusen ab 2013 zum Profikader. Für Real bestritt er 450 Pflichtspiele und gewann 27 Titel, darunter sechsmal die Champions League und viermal die spanische Meisterschaft. Sein Vertrag lief am 30. Juni aus, seitdem hielt sich der Europameister von 2024 ohne Klub fit. Bei der Weltmeisterschaft 2026 gehörte er nicht zum spanischen Aufgebot. Für Getafe wäre die Verpflichtung ein Coup: Carvajal bringt die Erfahrung aus 303 La-Liga-Partien, 96 Champions-League-Einsätzen und 51 Länderspielen mit. Zudem könnte er in seiner Heimatregion bleiben. Erteilt die Liga ihre Freigabe, kann Carvajal trotz des geschlossenen Transferfensters sofort registriert werden, weil er seit dem Sommer vereinslos ist.

