Der FC Bayern plant für das kommende Winter-Transferfenster ohne Neuzugänge. Sportvorstand Max Eberl stellte im Interview mit Sky klar, dass die Münchner mit der aktuellen Zusammensetzung der Mannschaft zufrieden sind und im Januar keinen Handlungsbedarf erkennen. „Wir sind total happy mit dem Kader und sehen 0,0 Ansatz, warum wir im Winter nachlegen sollten“, erklärte der 53-Jährige. Damit erteilte Eberl möglichen kurzfristigen Verstärkungen eine deutliche Absage. Die sportliche Führung vertraut auf die vorhandenen Spieler und sieht das Team sowohl in der Spitze als auch in der Breite ausreichend besetzt, um die Ziele in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League zu verfolgen. Solange sich die personelle Situation nicht grundlegend verschärft, soll Trainer Vincent Kompany deshalb mit dem bestehenden Aufgebot weiterarbeiten.
Die klare Aussage bedeutet nicht, dass die Verantwortlichen ihre Arbeit auf dem Transfermarkt bis zum Sommer einstellen. Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und die Scouting-Abteilung beobachten mögliche Kandidaten weiterhin und können Gespräche für spätere Wechsel vorbereiten. Im Januar soll nach dem aktuellen Plan aber kein externer Spieler verpflichtet werden. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung des vorhandenen Kaders und auf wichtigen Vertragsfragen. Dazu gehört auch die langfristige Planung im Tor, da ein Karriereende von Manuel Neuer nach der Saison als wahrscheinlich gilt und Jonas Urbig als künftige Nummer eins aufgebaut werden soll. Ein möglicher erfahrener Ersatzkeeper wäre damit ein Thema für den Sommer und nicht für die Winterperiode. Eine unerwartete Verletzungsserie könnte die Lage zwar verändern, doch Eberls Formulierung lässt am aktuellen Kurs keinen Zweifel: Der FC Bayern sieht sich für die zweite Saisonhälfte gerüstet und will im Januar bewusst auf personelle Nachbesserungen verzichten.

