Jonas David wird trotz seines Probetrainings keinen Vertrag beim MSV Duisburg erhalten. Der 26 Jahre alte Innenverteidiger hatte mehrere Tage bei den Zebras mittrainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Zu einer Verpflichtung kommt es dennoch nicht. „Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu 100 Prozent Sinn ergibt“, sagte MSV-Sportdirektor Chris Schmoldt der „WAZ“. Zugleich betonte er, David habe es „bei uns wirklich gut gemacht“. Die Absage ist damit weniger als sportliches Urteil über den Gastspieler zu verstehen, sondern als Entscheidung mit Blick auf die Kaderplanung. David wäre als vereinsloser Profi auch nach dem Ende der Transferperiode sofort verfügbar gewesen. Der MSV hätte seine Defensive mit dem 1,92 Meter großen Rechtsfuß kurzfristig verbreitern können, sieht derzeit aber nicht den erforderlichen Mehrwert. Für David endet die Zeit an der Wedau somit nach wenigen Trainingseinheiten.
Der ehemalige deutsche U-20-Nationalspieler befindet sich damit weiter auf Klubsuche. Zuletzt stand David beim SSV Ulm 1846 Fußball unter Vertrag und absolvierte neun Partien in der 3. Liga. Im Oktober 2025 erlitt er gegen den SC Verl einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und fiel monatelang aus. Inzwischen hat sich der gebürtige Hamburger auf den Trainingsplatz zurückgearbeitet und beim MSV im Mannschaftstraining gezeigt. Zuvor hatte David viele Jahre für den Hamburger SV gespielt. Weitere Stationen waren die Würzburger Kickers, Hansa Rostock und der österreichische Bundesligist WSG Tirol. Insgesamt bringt der Abwehrspieler die Erfahrung aus 68 Zweitliga-Partien mit. Seine Vita und das positive Probetraining könnten ihn für andere Klubs interessant machen, die ihre Defensive mit einem ablösefreien Innenverteidiger ergänzen möchten. Beim MSV ist die Tür vorerst jedoch zu.

