Nach einer turbulenten Transferperiode zieht Julián Álvarez Konsequenzen. Der Angreifer von Atlético Madrid hat sich nach Sky-Informationen von seinem bisherigen Berater getrennt. Die Entscheidung folgt auf eine monatelange Transfer-Posse, die im Sommer für Unruhe rund um den argentinischen Weltmeister gesorgt hatte. Álvarez hatte einen Wechsel angestrebt, besonders der FC Barcelona galt lange als sein bevorzugtes Ziel. Atlético wollte seinen wichtigsten Offensivspieler jedoch nicht an einen direkten Konkurrenten in Spanien abgeben und stellte sich gegen einen Verkauf nach Katalonien. Gleichzeitig bestand Interesse aus der Premier League. Eine tragfähige Lösung kam bis zum Ende der Wechselperiode nicht zustande, sodass Álvarez in Madrid blieb. Die öffentliche Diskussion um seine Zukunft und das gescheiterte Wechselvorhaben machten den Sommer für alle Beteiligten kompliziert.
Mit der Trennung ordnet Álvarez nun seine Vertretung neu. Der 26-Jährige steht weiterhin langfristig bei Atlético unter Vertrag und besitzt deshalb keinen unmittelbaren Handlungsdruck. Dennoch dürfte die Wahl seines nächsten Beraters großen Einfluss auf seine Zukunft haben. Atlético setzt sportlich auf den Stürmer und kann aufgrund der langen Vertragslaufzeit eine sehr hohe Ablöse verlangen. Ein Interessent müsste deshalb nicht nur Álvarez überzeugen, sondern auch eine Einigung mit den Madrilenen erzielen. Genau daran war die angestrebte Veränderung im Sommer gescheitert. Ob ein Transfer bereits im Winter wieder zum Thema wird oder erst im kommenden Sommer, ist offen. Nach der Posse der vergangenen Wechselperiode soll die neue Konstellation vor allem für klarere Abläufe und eine eindeutige Kommunikation sorgen. Bis dahin richtet Álvarez seinen Fokus auf Atlético. Dennoch bleibt der Weltmeister eine der spannendsten Personalien auf dem internationalen Transfermarkt.

