Der Wandel von Maurice Adorf

Vom deutschen McGregor zum gesündesten MMA-Kämpfer Deutschlands

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Maurice Adorf hatte lange mit Verletzungen zu kämpfen - jetzt ist er wieder fit.
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09.09.2026 | 17:26 Uhr
Maurice Adorf hat sein Leben radikal verändert. Vor seinem nächsten Kampf spricht der MMA-Profi über schwere Verletzungen, "Gottes Nahrung" und die positiven Effekte seines neuen Lebensstils.

Polarisieren ist gut im MMA-Sport. Wer die Menschen begeistern und abholen kann, wird viele Augen auf sich vereinen. Maurice Adorf hat einen turbulenten Lebensweg hinter sich. Vom angehenden Fußballprofi bei RW Oberhausen zum deutschen MMA-Nachwuchs-Star mit Attitüden wie Conor McGregor zum extrem gesundheitsbewussten Vollprofi.

Seit knapp eineinhalb Jahren nimmt der 31-Jährige nur noch "Gottes Nahrung" zu sich. Bei dem Ernährungstrend aus den sozialen Medien wie Tiktok werden nur naturbelassene und unverarbeitete Lebensmittel verzehrt. Adorf ist aber keinem Trend gefolgt, sondern hat jahrelang nach einer Lösung gesucht, wie er mit Verletzungen und Infektionen besser umgehen kann. "Ich habe mir vor fünf Jahren mein Kreuzband gerissen bei einem Kampf. Danach musste ich viermal operiert werden, weil es nicht besser wurde. Ich war gefühlt ständig auf Antibiotika. Und sobald ich im Training auch nur einen Kratzer abgekommen habe, hat sich die Wunde entzündet", erzählt Adorf im Interview mit ntv.de.

Ein Freund habe ihm dazu geraten, sechs Tage lang zu fasten, um zu sehen, ob es etwas mit seinem Darm zu tun haben könnte. Danach begann er seine Ernährung umzustellen. "Eier und Milch vom Bauernhof, nur noch hochwertiges Fleisch. Ich kann rückblickend schwer zusammenfassen, wie viele positive Effekte das auf mein Leben hatte. Seit 16 Monaten war ich nicht erkältet", sagt Adorf, der weiß, dass sein Ernährungsweg ein umstrittenes Thema ist, weil der Verzehr von Rohkost auch gesundheitliche Risiken haben kann. Der Ernährungsweg habe zudem dazu geführt, dass Adorf sich selbst das Kochen beigebracht habe.

Auch bei der Vorbereitung auf seine Kämpfe spürt Adorf nach eigener Aussage Veränderungen. "Ich zähle keine Kalorien, ich wiege gar nichts ab. Mein Gewicht ist top. Ich habe noch nie so gut Gewicht gemacht", sagt er. Auch das Aufladen der Energiespeicher nach dem offiziellen Wiegen sei ihm noch nie so leichtgefallen. Ganz ohne Nahrungsergänzungsmittel kommt er allerdings nicht aus. "Aber auch nur, weil ich Extremsportler bin", sagt Adorf. Er nehme zusätzlich Magnesium oder Ashwagandha, aber auch hier verwendet Adorf Produkte eines Herstellers, der nachhaltig und ohne künstliche Zusatzstoffe arbeitet.

Das soll ihm bei seinem nächsten Kampf im tschechischen Brno zugutekommen. Der 31-Jährige trifft am 12. September (ab 17.30 Uhr auf RTL+) auf Vlado Lengal - ein wilder Kämpfer, der vor keinem Schlagabtausch zurückschreckt.

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In jungen Jahren hatte Adorf selbst ein wildes Image - das des deutschen Conor McGregor: Sein Auftreten, seine Tattoos, sein Kampfstil. Es gab gewisse Parallelen, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Adorf selbst ist großer McGregor-Fan. "Aber von diesem Image sind wir weg", sagt er heute. "Es wird vielleicht darauf hinauslaufen, dass ich als der gesündeste Kampfsportler betitelt werde. Das ist aber irrelevant." Er wolle Leuten seinen gesunden Lifestyle vermitteln. "Wenn man es richtig aufnimmt, ist es ein Mehrwert. Niemand muss das so machen wie ich, aber wenn es dazu führt, dass sich Menschen gesünder ernähren, dann lebe ich das gerne vor."

Verwendete Quellen: ntv.de, mba