Als erste US-Liga

Aus nach 88 Jahren: NFL schafft ihr All-Star-Game ab

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Amon-Ra Str. Brown wird künftig nicht mehr Flag Football im Pro Bowl spielen. (Foto: IMAGO/Icon Sportswire)
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27.08.2026 | 10:46 Uhr
All-Star-Games haben in den US-Profiligen eine jahrzehntelange Tradition. In der NFL jedoch ist jetzt damit Schluss. Ab dieser Saison wird es den Pro Bowl nicht mehr geben. Geehrt werden sollen die Spieler aber weiterhin.

Für die NFL-Stars wird es künftig einen festen Termin weniger geben: Das All-Star Game ist abgeschafft. Der Pro Bowl ist in der NFL war seit 1950 fester Bestandteil des NFL-Kalenders, erstmal wurde er sogar schon 1938 ausgetragen. Lange Zeit fand er sogar erst eine Woche nach dem Super Bowl und meist auf Hawaii statt. Zuletzt wurde er dann jedoch immer eine Woche vor dem großen Saisonfinale abgehalten, an wechselnden Orten. Nun aber findet das NFL-All-Star-Game ein jähes Ende.

Beim League Meeting in Atlanta/Georgia beschlossen die 31 Besitzer der Teams - 49ers-Eigner Jed York war nach seiner Festnahme am Wochenende nicht zugegen -, das Event abzuschaffen. Stattdessen soll es nur noch wie üblich eine Benennung der 88 Spieler geben, die in den Pro Bowl gewählt werden.

"Es ist in Ordnung, als erste Liga aus einem kompetitiven All-Star-Spiel auszusteigen", sagte Peter O'Reilly, der Executive Vice President der NFL. Da es die üblichen Festivitäten nicht mehr geben wird, werden die Auserwählten stattdessen zu einer Ehrung in Los Angeles am Wochenende vor dem Super Bowl, der ebenfalls dort stattfindet, eingeladen.

Impuls ging von den Spielern aus

"Diese Richtung ergibt sich direkt aus unseren fortlaufenden Gesprächen mit den Spielern und dem, was ihnen am Pro Bowl am wichtigsten ist", erklärte Troy Vincent, Executive Vice President of Football Operations der NFL, in einer Stellungnahme. "Von den eigenen Kollegen, Trainern und Fans als einer der Allerbesten auf seiner Position ausgewählt zu werden, hat eine enorme Bedeutung. Wir haben klar gehört, dass diese Auszeichnung wichtig ist. Unser Fokus liegt darauf, die damit verbundene Anerkennung dem gerecht werden zu lassen, was diese Spieler auf dem Feld geleistet haben."

Vincent ergänzte später, Spieler hätten ihm gesagt, dass sie nach den Playoffs "keinen kompetitiven Wettbewerb" wollten. "Man kommt aus den Championship-Games, die Zuschauer sehen die Physis des Spiels - und dann versucht man, das zu kopieren", sagte er. "Ehrlich gesagt fühlt sich das einfach nicht richtig an. Das ist keine gute Darstellung." Zudem wurde statt eines in der Theorie normalen Footballspiels in den vergangenen Jahren beim Pro Bowl neben diverser anderer Spielformen wie Seilziehen oder Dodgeball (Völkerball) nur noch ein Flag-Football-Spiel zwischen AFC und NFC abgehalten.

Dadurch, dass die sportlichen Aktivitäten nun wegfallen, entfällt auch die Notwendigkeit, Ersatzleute für Spieler zu bestimmen, die aufgrund einer Super-Bowl-Teilnahme, Verletzungen oder sonstigen Gründen abgesagt hätten. Das führte gerade im Vorjahr den Auswahlprozess ad absurdum, weil dann etwa Rookie-Quarterback Shedeur Sanders plötzlich im Pro Bowl stand, obwohl er erstens nur acht Spiele bestritt und zweitens keineswegs sportlich überzeugte.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl