Die Offense der Chicago Bears deutete am Samstag eindrucksvoll an, wie explosiv sie sein kann, während die Detroit Lions personell vor einer schwierigen Entscheidung stehen. Die Indianapolis Colts sahen gute Kurzauftritte von erfahrenen Leuten und in Tennessee wackelt ein Quarterback.
Detroit Lions (2-1) @ Indianapolis Colts (0-2-1) 25:16
Die Colts beenden ihre Preseason mit guten Nachrichten. Offensiv gab Wide Receiver Keenan Allen sein Debüt nach seiner Ankunft vor wenigen Tagen. Er spielte nur kurz, fing jedoch einen 24-Yard-Pass von Quarterback Anthony Richardson, der immer noch da ist. Defensiv spielte Cornerback Sauce Gardner seine ersten Snaps des Jahres und fing direkt eine Interception. Beide dürften bereit sein für die Regular Season.
Bei den Lions hat sich derweil Cornerback Ennis Rakestraw nicht unbedingt in den Vordergrund gespielt. Er hatte aufgrund von Verletzungen nur acht Spiele als Rookie (2024) bestritten und 2025 komplett verpasst. Gegen die Colts sah er nun nicht sonderlich gut aus. Er wurde von Anthony Gould für einen 25-Yard-Catch bei 4th Down böse geschlagen und gab direkt danach auch noch einen 14-Yard-Catch an Deion Burks ab. Allerdings gelangen ihm letztlich auch sechs Tackles und eine sehenswerte Interception nach schlechtem Pass von QB Riley Leonard. Rakestraw spielte die gesamte erste Halbzeit, was in Woche 3 der Preseason per se kein gutes Zeichen für seine Kader-Perspektiven ist.
Chicago Bears (2-1) @ Tennessee Titans (2-1) 24:15
Die Bears-Offense sollte explosiv sein in dieser Saison. Wie explosiv? Nun, sie begannen die Partie in Nashville mit einem 97-Yard-Touchdown! QB Tyson Bagent blieb in einer zusammenbrechenden Pocket in der eigenen Endzone cool und fand Wide Receiver Tavion Thomas, der nach einem Double-Move völlig offen und dann nicht mehr zu halten war - der Rookie lief den 40-Yard Dash im Frühjahr in 4,28 Sekunden. Thomas beendete seinen Tag mit fünf Catches für 140 Yards. Zudem legte er noch einen 39-Yard-Punt-Return oben drauf. Laut Next Gen Stats flog der Pass 41,3 Yards durch die Luft und Thomas hatte eine Maximalgeschwindigkeit von 21,99 Meilen pro Stunde.
Für die Titans stellt sich derweil die spannende Frage, mit wie vielen Quarterbacks sie in die Saison gehen. Cam Ward und Mitchell Trubisky sind gesetzt, dahinter scheint jedoch vieles unklar. Braucht es eine Nummer 3? Will Levis spielte die komplette erste Hälfte und zeigte seine ganze Range an Möglichkeiten. Er warf ein paar gute tiefe Pässe, die nicht immer gefangen wurden - Tyren Montgomery ließ einen vermeintlichen 41-Yard-TD fallen - und zeigte durchaus guten Rhythmus. Am Ende führte er sein Team aber nur zu drei Punkten, weil seine Offense 1/6 bei 3rd Down war. Und er verlor einen Fumble bei einem End Around mit Wide Receiver Chimere Dike. Seine Chancen verbessert hat Levis damit nicht gerade.
