Der Vertragspoker zwischen Joey Porter Jr. und den Pittsburgh Steelers findet das erwartet unschöne Ende. Die Steelers schicken den einstigen Zweitrundenpick zu den Dallas Cowboys und beenden damit diese langatmige Farce. Im Gegenzug erhalten sie noch einen Siebtrundenpick im Draft 2027 und einen Zweitrundenpick ein Jahr später. Ein stolzer Preis für einen Spieler, mit dem man offenkundig nicht mehr langfristig plante.
Porter, der nach drei Jahren in der NFL in diesem Sommer erstmals eine Vertragsverlängerung hätte unterschreiben können, pochte genau darauf und eskalierte den Disput Ende Juli mit einer Krankmeldung wegen Rückenschmerzen. Ein Umstand, den ihm niemand so richtig abgekauft hat und der auch ärztlich nicht unbedingt belegt war. Erst vor Wochenfrist hatten ihm Ärzte nach Einholen einer zweiten Meinung für spielfähig erklärt. Gespielt hat er dennoch nicht.

Porter spielte 41-Mal für die Steelers in drei Jahren und fing drei Interceptions. Er saß jedoch das komplette Training Camp aus und stand entsprechend mit besagter Rückenverletzung auf der Physically Unable to Perform List, da die ursprüngliche Verletzung aus der Vorsaison stammte. Er schaffte jedoch den Sprung in den 53-Spieler-Kader für die Saison, trainierte seither aber nur eingeschränkt.
Cowboys planen erstmal keinen neuen Vertrag
Ob die langwierige Verletzung nun weiter Bestand hat, ist unklar. Laut Reporter Jordan Schultz planen die Cowboys nach dem Trade jedoch zunächst nicht, dem Neuzugang einen neuen Vertrag zu geben. Für sie wäre ein baldiger Einsatz Porters jedoch von großer Bedeutung, da ihre Cornerback-Situation von Beginn an überschaubar war. Zuletzt fiel auch noch Cobie Durant aus, der bislang ohnehin nur bedingt überzeugte.
Die Steelers wiederum hatten schon frühzeitig angedeutet, anderweitig zu planen. Sie hielten den Ende der vergangenen Saison verpflichteten Asante Samuel Jr. und holten für diese Saison auch noch Jamel Dean von den Tampa Bay Buccaneers dazu. Zudem kam Daylen Everette in der dritten Runde des Draft 2026 hinzu. Mit den dreien ging man bereits die ersten Saisonspiele an, während Veteran Jalen Ramsey standardmäßig den Slot besetzt. Ein Abgang Porters, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, war somit ohnehin immer denkbar.
