Die Marktmechanismen der NFL haben wieder gegriffen. Wer am längsten wartet, bekommt das meiste Geld. Am Donnerstag war es endlich soweit, Jahmyr Gibbs und die Detroit Lions haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt, die Gibbs zum bestbezahlten Running Back der NFL-Geschichte macht.
Wie mehrere Medien übereinstimmend und unter Berufung auf seinen Agenten Todd France von Athletes First berichten, verlängert Gibbs um drei Jahre und für 67,5 Millionen Dollar. Insgesamt kann sich der Wert durch Leistungsboni auf bis zu 75,75 Millionen Dollar steigern, 51,5 Millionen Dollar sollen davon garantiert sein. Unklar ist derzeit noch, wie genau die Struktur des Deals aussieht.

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In jedem Fall aber übertreffen diese Zahlen den Vertrag, den Bijan Robinson erst vor wenigen Tagen bei den Atlanta Falcons unterzeichnet hat. Jener bekommt nur 66,75 Millionen Dollar (maximal 75 Mio.), wovon auch nur 51 Millionen Dollar garantiert sein sollen. Unterm Strich landet Gibbs beim durchschnittlichen Grundgehalt von 22,5 Millionen Dollar, was Robinsons Bestmarke von 22,25 Millionen Dollar ebenfalls knapp übertrifft. Einzig der Rekord für das meiste (wirklich) garantierte Gehalt für einen Running Back blieb auch durch diese Unterschrift bestehen - die knapp über 53 Millionen Dollar des Rookie-Deals vom diesjährigen Erstrundenpick Jeremiyah Love, die er als dritter Pick insgesamt sicher hat, bleiben unerreicht.
NFL: Die bestbezahlten Running Backs
| Platz | Spieler | Team | Durchschnittliches Gehalt ($) |
| 1 | Jahmyr Gibbs | Detroit Lions | 22,5 Mio. |
| 2 | Bijan Robinson | Atlanta Falcons | 22,25 Mio. |
| 3 | Jonathan Taylor | Indianapolis Colts | 22,0 Mio. |
| 4 | Saquon Barkley | Philadelphia Eagles | 20,6 Mio. |
| 5 | Christian McCaffrey | San Francisco 49ers | 19,0 Mio. |
Gibbs seinerseits war der 12. Pick insgesamt im Draft 2023 und entwickelte sich zugleich zu einem der dynamischsten Spieler der NFL. Obwohl er sich in seinen ersten drei Jahren bei den Lions die Snaps mit David Montgomery, der nun in Houston spielt, teilen musste, brachte es Gibbs schon auf 49 Touchdowns, die meisten für einen Spieler in seinen ersten drei Jahren in der Liga. Damit übertraf er sogar Lions-Legende und Hall-of-Fame-Running-Back Barry Sanders (47). Zudem lief er bereits für 3580 Yards insgesamt und führte die NFL 2024 mit 16 Rushing Touchdowns (20 insgesamt) an. Gibbs stand zudem in jeder bisherigen Saison im Pro Bowl.
Ob er künftig signifikant mehr Snaps bekommen wird, ist derweil unklar. Die Lions haben nach dem Abgang von Montgomery mit Isiah Pacheco einen ähnlichen Typ Running Back aus Kansas City geholt. Gut möglich, dass auch dieser Gibbs ein paar Verschnaufpausen geben wird.

