Schützenfest am Zuckerhut

Last-Second-Drama: Ravens schlagen Cowboys im Maracanã

Video poster
00:00 / 02:17
28.09.2026 | 02:01 Uhr
Mit einem buchstäblichen Last-Second-Field-Goal gewinnen die Baltimore Ravens einen dramatischen Schlagabtausch gegen die Dallas Cowboys im legendären Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro.

Es sah alles nach Verlängerung im ersten NFL-Spiel in Rio de Janeiro aus, doch dann drückten die Baltimore Ravens noch mal aufs Tempo. Quarterback Lamar Jackson feuerte einen 27-Yard-Pass auf Zay Flowers, der direkt an der 38-Yard-Linie der Cowboys zu Boden ging. Jackson nahm mit einer Sekunde auf der Uhr das letzte Timeout im Spiel, und dann durfte Kicker Tyler Loop ran, der den Kick aus 56 Yards mit auslaufender Uhr versenkte. Game over, die Ravens gingen als Sieger vom Platz.

Es war der gebührende Höhepunkt eines atemberaubenden Offensivfeuerwerks zwischen zwei 1:1-Teams in einem prall gefüllten Fußballtempel, dem Maracanã (72.792 Zuschauer). Die Cowboys erwischten den besseren Start mit einem Field Goal und einem Touchdown von Javonte Williams zur frühen 10:0-Führung, doch die Ravens schlugen dann stark zurück mit 17 Punkten in Serie, darunter zwei Touchdowns von Superstar Derrick Henry. Zur Pause stand es 17:13 nach einem weiteren Field Goal von Brandon Aubrey.

Offener Schlagabtausch nach der Pause

In der zweiten Hälfte gaben es sich beide Seiten dann so richtig. Jackson fand Ende des dritten Viertels Chris Moore für einen 4-Yard-Touchdown, doch im direkten Gegenzug peitschte QB Dak Prescott die Cowboys übers Feld und fand Tight End Jake Ferguson für einen 19-Yard-Touchdown. Baltimore marschierte postwendend erneut in die Red Zone, wurde dort jedoch an der Goal Line beim vierten Versuch gestoppt – Rookie Jaishawn Barham stoppte Henry mit Raumverlust. Dallas marschierte dann 96 Yards in die andere Richtung, und KaVontae Turpin lief per Jet Sweep zu einem 9-Yard-Touchdown und zur erneuten Cowboys-Führung (28:24) zur Hälfte des Schlussviertels.

Baltimore schlug erneut zurück, und Jackson fand Rookie Matthew Hibner für einen weiteren Touchdown. Sieben Sekunden vor Schluss kamen die Cowboys dann durch ein 23-Yard-Field-Goal noch mal zum Ausgleich, der am Ende nicht reichen sollte.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl