Olympia

Kimmich sieht deutsche PleiteBiathlet Jacquelin wirft Gold beim letzten Schießen weg

15.02.2026, 13:03 Uhr
Milano-Cortina-2026-Olympics-Biathlon-Men-s-12-5km-Pursuit-Anterselva-Biathlon-Arena-South-Tyrol-Italy-February-15-2026-Emilien-Jacquelin-of-France-celebrates-as-he-crosses-the-finish-line-to-win-bronze-in-the-Men-s-12
Immerhin: Der Franzose Emilien Jacquelin kann sich über Bronze freuen. (Foto: REUTERS)

Auch bei der Verfolgung spielen die deutschen Biathleten keinerlei Rolle. Die DSV-Athleten schießen entweder langsam oder fehlerhaft. Derweil gibt es zum Rennende eine kleine Tragödie um Gold - der Franzose Jaquelin verbaselt seine große Führung noch.

Biathlet Philipp Horn hat im Verfolgungsrennen bei den Olympischen Winterspielen als bester Deutscher den elften Platz belegt. Der 31-Jährige hatte nach zwei fehlerfreien Liegendeinlagen gut ins Rennen gefunden. Dann aber ließ der Sprint-Zehnte im Stehendanschlag noch drei Scheiben stehen und hatte am Ende 2:10,8 Minuten Rückstand auf den siegreichen Martin Ponsiluoma.

Der nur mit einer Strafrunde belastete Schwede feierte damit seinen ersten Olympiasieg. Silber sicherte sich mit einem Rückstand von 20,6 Sekunden der Norweger Sturla Holm Laegreid (2 Fehler), es war bereits seine dritte Medaille im dritten Einzelrennen. Dritter wurde Emilien Jacquelin (3 Fehler/+ 29,7 Sekunden). Die Goldmedaille warf der Franzose mit einem völlig überhasteten letzten Schießen weg, mit einer Führung von 34 Sekunden leistete er sich gleich zwei Fehler. Es war das erste Einzelrennen in Antholz, in dem nicht nur Norweger und Franzosen auf dem Podest standen.

Auch die anderen Deutschen schossen zu oft daneben und konnten sich nicht großartig verbessern. Philipp Nawrath landete nach sechs Strafrunden auf Rang 25, Justus Strelow (4 Fehler) wurde vor den Augen von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich 30. und David Zobel (5) beendete das Jagdrennen auf Rang 34. "Im Großen und Ganzen bin ich nicht unzufrieden. Es war kein katastrophales Rennen", sagte Horn im ZDF: "Aber natürlich ist unser Ziel nicht Top Ten oder beste 15, wir wollen um Medaillen kämpfen."

Nach Bronze zum Auftakt mit der Mixed-Staffel konnten die Männer in drei Individualrennen keine weitere Medaille mehr gewinnen. Das beste Resultat bislang ist der fünfte Platz von Philipp Nawrath im Einzel. Das zweite Top-Ten-Ergebnis schaffte Horn als Zehnter im Sprint. Zwei Medaillenchancen bleiben den Herren noch: am Dienstag mit der Staffel und am Freitag im abschließenden Massenstart. In beiden Wettkämpfen kommen die Favoriten vor allem aus Frankreich und Norwegen.

Die bislang letzte deutsche Medaille in der Verfolgung hatte Benedikt Doll 2018 im südkoreanischen Pyeongchang gewonnen. Seit Einführung des Wettbewerbs ins olympische Programm 2002 gab es noch keinen deutschen Gold-Gewinner.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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