Olympia

Klatsche für Tischtennis-Star Boll verzweifelt an olympischem Gold-Traum

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Wieder an seinem olympischen Traum gescheitert: Timo Boll.

(Foto: AP)

Was für eine gewaltige Enttäuschung für Tischtennis-Altmeister Timo Boll: Der 40-Jährige scheitert auf seiner Mission zur so ersehnten Einzelmedaille bei den Olympischen Spielen erneut überraschend früh. Gegen den Südkoreaner Jeoung Young Sik ist er chancenlos.

Auch bei seinen sechsten Olympischen Spielen hat Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll eine Medaille im Einzel verpasst. Der 40-Jährige aus Düsseldorf musste sich im Tokyo Metropolitan Gymnasium dem Südkoreaner Youngsik Jeoung in 1:4 Sätzen (8:11, 11:7, 7:11, 9:11, 4:11) geschlagen geben. "Ich habe alles probiert, aber nicht so richtig die Lösungen gefunden. Er hat mich vor viele Aufgaben gestellt", sagte Boll und gratulierte seinem 29 Jahre alten Kontrahenten zum "verdienten Sieg".

Bei seinem sechsten Olympia-Start musste der deutsche Ausnahmespieler sein fünftes Achtelfinal-Aus im Einzel nach 2000, 2008, 2012 und 2016 hinnehmen. Als bestes Ergebnis bleibt das Viertelfinale 2004 stehen. "Das ist der Sport, man muss auch wieder aufstehen können, das gehört dazu", sagte Boll. Auch im ARD-Interview zollte er seinem Gegenüber Respekt. "Es hat so ein bisschen die Variation gefehlt. Aber das lag auch an meinem Gegner, er hat einfach perfekte Aufschläge gemacht. Ich habe immer aufs falsche Pferd gesetzt", analysierte Boll.

Seine Hoffnungen auf Edelmetall ruhen nun auf der Mannschaft, mit der er zu den Medaillenkandidaten zählt. Und auch eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris schloss Boll nicht aus. "Wenn ich immer noch in der Form bin, um zum Team zu gehören, warum nicht? Aber es ist auch noch lange hin", sagte der Rekord-Europameister. Bundestrainer Jörg Roßkopf könnte sich eine siebte Olympia-Teilnahme seines Vorzeige-Athleten jedenfalls vorstellen. "Er ist körperlich topfit, hat Spaß am Tischtennis, 2024 ist in drei Jahren, das sollte machbar sein. Aber die Entscheidung trifft ja er ganz allein. Aber wieso nicht?", sagte der Ex-Weltklassespieler.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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